Let it snow…

Wir wünschen uns alle im Winter Schnee, weil er die Landschaft verzaubert und alles in einem wunderbar weißen Gewand präsentiert. Schneemann bauen, Rodeln, Ski fahren, im Winterwald spazieren gehen, auf zugefrorenen Seen Schlittschuh laufen: das alles sind die geliebten Wintervergnügen. :blueyeah:

Leider beherrscht allerdings in der heutigen Zeit im Zusammenhang mit Winter und Schnee immer nur ein Thema die Schlagzeilen: „Schnee und Eisglätte haben in der Nacht zum Dienstag erneut für Chaos auf den Straßen gesorgt.“

Über das Naturwunder „Schnee'“, habe ich mal einiges zusammengetragen:

Das Gewicht:
Er ist fluffig, flockig, kalt – und die Eskimos geben ihm rund 100 verschiedene Namen. Flocken, die in deutschen Regionen fallen, können bis zu fünf Millimeter groß werden. Flauschig-frischer Schnee wiegt pro Kubikmeter etwa 50 Kilogramm. Alter, vereister oder feuchter Schnee dagegen bringt es pro Kubikmeter auf immerhin 500 bis 600 Kilogramm und ist eine schwere Last für die Dächer. „Schnee ist letztlich Eis“, sagt der Schnee-Experte Sepp Kipfstuhl vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.

Der Durchschnittsschnee:
Da es in deutschen Wintern nicht so kalt ist wie in arktischen, sind die Flocken „wärmer“, nämlich ungefähr zwischen minus 1 und minus 20 Grad. Schneedecken sind in deutschen Regionen selten pulverig. Wind, Spaziergänger, Feuchtigkeit und zu hohe Temperaturen lassen die Pulverschneedecke in Deutschland nicht in Ruhe wachsen. In den Alpen ist diese Schnee-Version dagegen schon eher heimisch.

 

Die Form:
Die Grundform jeder Schneeflocke ist das Sechseck. Temperatur, Feuchtigkeit oder Wind beeinflussen sie allerdings stark. Wer alle Flocken eines Schneefalls einzeln fotografieren würde, bekäme vermutlich sehr ähnliche Bilder, aber nie völlig identische, sagt Kipfstuhl. Regionale Flockenform-Unterschiede entstehen in erster Linie durch die Temperatur. Für die typische sechseckige Gitterstruktur ist es in der Antarktis zum Beispiel zu kalt. Dort schafft es die Flocke nur zum Plättchen oder Säulchen.

100 Worte für Schnee:
Die Inuit haben tatsächlich einen riesigen Fundus an Schneebezeichnungen. Ob es genau 100 sind, bezweifelt Meteorologe Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach zwar. Aber ein Eskimo unterscheide zwischen sehr vielen Arten von Schnee, weil nur die genaue Kenntnis von Schnee in seiner eisigen Heimat das Überleben garantiere.

Die Fall-Geschwindigkeit:
Wie lange braucht eine Flocke von der Wolke bis zur Erde? Ein paar Minuten ist eine Schneeflocke im Durchschnitt unterwegs. Entscheidend sind Größe, Gewicht, Aufwinde, Abwinde und die Wolkenhöhe. Die strukturelle Beschaffenheit der Flocke hat Einfluss auf den Fallwiderstand und damit die Fallgeschwindigkeit. Die entscheidende Frage lautet für Lux: „Wo hat sich die Schneeflocke auf den Weg gemacht?“ Bei einer grob geschätzten Fallgeschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde und einer durchschnittlichen Wolkenuntergrenze von 300 Metern, sei also von ein paar Minuten auszugehen. Der schwerere Regentropfen ist da deutlich schneller.

 Übrigens:
Der Deutsche Wetterdienst hatte neben dem Norden und Westen auch für den Osten und Süden wieder starke Schneefälle und Eis vorausgesagt und bei uns schneit es schon wieder einmal Flöckchen um Flöckchen! :santa:

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