SchnappWort #23

green classroom
Auf dem Kuhberg in Bad Kreuznach gibt es neben einem wunderschönen Kinderspielplatz, Grillmöglichkeiten, Wanderwegen und einem großen Hochseilgarten auch ein sogenanntes „grünes Klassenzimmer„!

Ein „ Grünes Klassenzimmer“ ist ein pädagogisches Bildungsprogramm,  mit abwechslungsreichen Veranstaltungen für Kindergärten, Schulklassen sowie Kinder- und Jugendgruppen aller Altersstufen.

Die angebotenen  Lerninhalte zu vielseitigen Themenschwerpunkten sollen helfen, umweltpädagogische Inhalte zu vermitteln und Kinder und Jugendliche für das Thema Umwelt in all seinen Facetten zu sensibilisieren und vor allem zu begeistern.

Der Unterricht im Freien – sofern witterungsbedingt möglich – soll dazu beitragen, gerade der heutigen Computer-Stubenhocker-Generation den Aufenthalt und die Freude am Leben (und Lernen)  inmitten der Natur „vor Ort“ zu zeigen.

Natürlich muss auch dort richtig gelernt werden, aber die ungewohnte und für viele (leider) neue Umgebung weckt hoffentlich Neugier und erfrischt Geist und Körper.

Schnapp-Wort
Mein Schnapp-Wort für Sandra lautet also “Klassenzimmer
für Always Sunny

Schlagzeilen

:news:  Heute morgen gab es in unserer örtlichen Tageszeitung offensichtlich nur einen Aufreißer: Lehrer!!! Fünf Artikel beschäftigten sich allein mit diesem  Thema:

  • Immer mehr Lehrer leiden unter Stress
  • Gewerkschaft fordert mehr Geld für Lehrer
  • Gesunde Pädagogen braucht das Land
  • Dem Lehrerberuf fehlt in der Gesellschaft die nötige Anerkennung

In allen Artikeln geht es im Prinzip um das gleiche Problem: den Lehrermangel. Gäbe es mehr Lehrer in unseren Schulen, wären die einzelnen Pädagogen nicht so überfordert. Würde die Bezahlung stimmen, würden sich nicht nur mehr junge Leute wieder für diesen Beruf begeistern, auch die soziale Anerkennung würde wieder steigen. Viele, die auch heute noch vom Lehrerberuf träumen, wandern in andere Beruf ab, weil die Schulen einen Einstellungsstopp verordnet bekommen haben.

Wer weiß, dass die Pensionswelle über deutsche Schulen hinwegrollt und dass auch sinkende Schülerzahlen dies nicht wettmachen kann, der muss in die Offensive gehen. Der muss den Job schlichtweg attraktiver machen und EINSTELLEN, statt bei Stundenzahlen und Klassengrößen zu tricksen.

All das ist bekannt, jeder weiß es, jeder betont, dass sich hier schnellstmöglichst etwas ändern muss. Alles nur Gerede, keiner TUT etwas! (Wer erinnert sich noch an unsere Kanzlerin, die Bildung zur Chefsache ausgerufen hatte?!) Das macht ganz besonders der letzte Artikel zu diesem Thema deutlich:

  • Ministerin Ahnen: Lage in Rheinland-Pfalz stabil

Ich denke mal, so wie unsere Ministerin argumentiert (sie verweist vor allem auf den Ausbau von Studienseminaren und auf das Quer-und Seiteneinsteiger-Programm in den Mangelbereichen Naturwissenschaften, Mathematik oder Fremdsprachen) , verhalten sich auch die Minister(innen) der anderen Bundesländer. Und das ist der wirkliche Grund, warum sich bei einem seit Jahren bekannten Problem nichts ändert!

Nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft gibt es allerdings einen viel zu hohen Unterrichtsausfall, außerdem werden zu viele Lehrer mit befristeten Verträgen eingestellt und wer auf Qualität pocht, darf Leute ohne volle Lehrerausbildung nicht zum Unterrichten in unsere Schulen lassen. Mindestens 500 Lehrer würden zusätzlich benötigt, um eine ausreichende Versorgung zu sichern!

Gut gebrüllt!!! Aber: „Mainzer Regierung sieht Probleme bei Versorgung nur in einigen, wenigen Fächern“ und vermutlich wird in bewährter Politikermanie jetzt geduldig darauf gewartet, dass sich diese Probleme von ganz alleine lösen. :smoke: