Schmiedekunst # 14

von ELKE (Mainzauber) und BRIGITTE (Blechi)

Im Ettal, versteck zwischen Waldstücken, liegt die „Königliche Villa“ Ludwigs II.

Der Bau ist kleiner, als er von Ferne wirkt. In der Mittelfront der Fassade heben vier zeitgenössische Figuren das bayerische Wappen in den Giebel hinein. Darüber stemmt „Atlas“ eine Tierkreiskugel hoch, ganz oben leuchtet das Sternkreiszeichen Jungfrau, unter dem Ludwig geboren ist. Vier bärtige Karyatiden aus Zinkguss, sandsteinartig überzogen, tragen den Balkon. In der Mittelnische hält „Victoria“ zwei (!!) Kränze, vermutlich für die beiden Ludwige Frankreichs, den Sonnenkönig und Louis XV.

Üppig mit Gold verzierte Balkongeländer sind für ein Königsschlösschen Pflicht!
Die Fassaden des zweistöckigen Bauwerks sind im historistischen Stil
in Anlehnung an das Rokoko gestaltet.

Karyatiden sind – eigentlich weibliche -Skulpturen einer Figur mit tragender Funktion.
Warum König Ludwig II hier bärtige, eindeutig männliche Figuren verwenden ließ,
kann jeder interpretieren, wie er mag. :blinker:

 

Das Eingangstor ist natürlich auch reichlich goldverziert und ein glänzendes Beispiel,
für die seinerzeit bevorzugte und geförderte Schmiedekunst.