Schlagzeilen

:news:  Heute morgen gab es in unserer örtlichen Tageszeitung offensichtlich nur einen Aufreißer: Lehrer!!! Fünf Artikel beschäftigten sich allein mit diesem  Thema:

  • Immer mehr Lehrer leiden unter Stress
  • Gewerkschaft fordert mehr Geld für Lehrer
  • Gesunde Pädagogen braucht das Land
  • Dem Lehrerberuf fehlt in der Gesellschaft die nötige Anerkennung

In allen Artikeln geht es im Prinzip um das gleiche Problem: den Lehrermangel. Gäbe es mehr Lehrer in unseren Schulen, wären die einzelnen Pädagogen nicht so überfordert. Würde die Bezahlung stimmen, würden sich nicht nur mehr junge Leute wieder für diesen Beruf begeistern, auch die soziale Anerkennung würde wieder steigen. Viele, die auch heute noch vom Lehrerberuf träumen, wandern in andere Beruf ab, weil die Schulen einen Einstellungsstopp verordnet bekommen haben.

Wer weiß, dass die Pensionswelle über deutsche Schulen hinwegrollt und dass auch sinkende Schülerzahlen dies nicht wettmachen kann, der muss in die Offensive gehen. Der muss den Job schlichtweg attraktiver machen und EINSTELLEN, statt bei Stundenzahlen und Klassengrößen zu tricksen.

All das ist bekannt, jeder weiß es, jeder betont, dass sich hier schnellstmöglichst etwas ändern muss. Alles nur Gerede, keiner TUT etwas! (Wer erinnert sich noch an unsere Kanzlerin, die Bildung zur Chefsache ausgerufen hatte?!) Das macht ganz besonders der letzte Artikel zu diesem Thema deutlich:

  • Ministerin Ahnen: Lage in Rheinland-Pfalz stabil

Ich denke mal, so wie unsere Ministerin argumentiert (sie verweist vor allem auf den Ausbau von Studienseminaren und auf das Quer-und Seiteneinsteiger-Programm in den Mangelbereichen Naturwissenschaften, Mathematik oder Fremdsprachen) , verhalten sich auch die Minister(innen) der anderen Bundesländer. Und das ist der wirkliche Grund, warum sich bei einem seit Jahren bekannten Problem nichts ändert!

Nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft gibt es allerdings einen viel zu hohen Unterrichtsausfall, außerdem werden zu viele Lehrer mit befristeten Verträgen eingestellt und wer auf Qualität pocht, darf Leute ohne volle Lehrerausbildung nicht zum Unterrichten in unsere Schulen lassen. Mindestens 500 Lehrer würden zusätzlich benötigt, um eine ausreichende Versorgung zu sichern!

Gut gebrüllt!!! Aber: „Mainzer Regierung sieht Probleme bei Versorgung nur in einigen, wenigen Fächern“ und vermutlich wird in bewährter Politikermanie jetzt geduldig darauf gewartet, dass sich diese Probleme von ganz alleine lösen. :smoke:

Neue Regeln – neues Etikett?

So hatte sich Ursula von der Leyen die Hartz-IV-Reform wohl vorgestellt. Doch daraus wird nichts!!! Das Kanzleramt habe entsprechende Pläne der Bundesarbeitsministerin gestoppt, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ ohne Angabe einer Quelle. Bei der Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze werde der Begriff „Basisgeld“ nun vorerst nicht im Sozialgesetzbuch eingeführt.

Zum Ersten heißt Hartz IV ebenso, weil der damaligen Volkswagen-Personalchef Peter Hartz als Leiter einer Regierungskommission die Grundlagen der Reform vorgeschlagen hatte. Außerdem ist die offizielle Bezeichnung „Grundsicherung“ (nach SGB II) üblich.

Vielleicht möchte Frau von der Leyen sich nach der (Kürzung) Neuberechnung verewigen und strebt die Bezeichnung „VdL I“an (Von der Leyen I), um sich so ein verbales Denkmal zu setzen. :keule:

Mit der Sache an sich hat das wenig zu tun. Ein Musterbeispiel dafür, wie man den wirklichen Problemen aus dem Weg geht und den Blick auf absolut Unwichtiges lenkt.

Hoffentlich bleibt es nur bei diesem einen Versuch und irgendjemand opfert sich und sagt unserer Ministerin einmal, wie es wirklich (vor Ort und an der Basis) bei den Betroffenen aussieht (die Privatsender widmen sich diesem Thema ja hingebungsvoll) und dass Neuberechnung nicht nur Kürzung und Eingriff in die Privatsphäre eines „arbeitslosen“ Individuums bedeutet. :poorboy:

Ganz nah beim Volk!

Befürchtet habe ich es schon lange, jetzt hat die Realität es bestätigt. Unsere Politiker sind so nah beim Volk, dass sie sofort reagieren,  welches der günstigste  Zeitpunkt ist, uns was unterzu“jubeln“!

Wieder einmal hat mit seiner bekannten und berühmten „spitzen Feder“ der Karrikaturist Stuttmann die Lösung aller anstehenden Brennpunkte durch unsere politischen Führung auf den Punkt gebracht!

Das ist keine Gesundheitsreform!!

„Reform“ bedeutete einmal Verbesserung, Umgestaltung, Neugestaltung, Optimierung, Nutzungssteigerung,  Was daraus heute geworden ist, zeigt die sogenannte Gesundheitsreform ganz deutlich:

Weder Verbesserung noch Um – bzw. Neugestaltung fällt einem spontan bei dieser Reform ein. Optimierung und Nutzungssteigerung sucht man ebenfalls vergeblich. Diese angebliche Reform ist schlicht und ergreifend nichts weiter als eine Kostensteigerung die dazu dienen soll, ein marodes, sehr, sehr krankes Gesundheitssystem so lange wie nur irgend möglich am Leben zu erhalten. Hier fehlt ganz eindeutig der für Reformen unbedingt nötige Mut zur Umsetzung neuer Ideen, veränderter Rahmenbedingungen und Anpassung an die durch die heutige Medizin mögliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit der immer älter werdenden Menschen.

Die Koalition hat sich nach monatelangen Streitereien (auf den kleinsten gemeinsamen Nenner sprich Beitragserhöhung) zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung geeinigt. Angesichts eines drohenden Finanzlochs von elf Milliarden Euro im kommenden Jahr in der gesetzlichen Krankenversicherung plant die Koalition, die Kassenbeiträge von 14,9 auf 15,5 Prozent anzuheben. Die Erhöhung brächte rund sechs Milliarden Euro. Der Aufschlag soll je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gezahlt werden. Zudem soll die Deckelung der Zusatzbeiträge von derzeit einem Prozent des Einkommens aufgehoben werden. Für die Bedürftigen in unserem Lande soll es einen Sozialausgleich geben.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs, sagte im MDR INFO, er sehe keine Alternative zu höheren Krankenkassenbeiträgen. Die Menschen würden immer älter, die Medizin immer moderner. Die steigenden Kosten könnten „nicht mehr alleine durch Einsparungen aufgefangen werden“. Weiter sagte er, er glaube, dass der Dreiklang aus Steuerzuschuss, aus Beitragserhöhung und Einsparungen halten wird, so dass bis zum Jahr 2013 vermutlich keine Veränderungen mehr gemacht werden müssen. Besondere Beachtung verdient in dieser Aussage das kleine Wörtchen „vermutlich“.

Auch der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn verteidigte die geplante Anhebung des Beitragssatzes. Spahn sagte bei N24: „Wer eine Versorgung auf dem heutigen Niveau,  bei medizinischem Fortschritt haben will, der muss den Menschen ehrlich sagen, es wird teurer. Und das wollen wir möglichst gerecht auf alle Schultern verteilen.“

Für diese simple Lösung hätte es keinerlei Diskussionen und monatelange Koalitionsstreitereien gebraucht. Die Fakten sind kurz zusammengefasst:

1. Beitragserhöhung ist sicher.
2. Die Erhöhung der Zusatzbeiträge ist ebenfalls sicher.
3. Eine Absenkung des Realeinkommens ist somit ebenfalls sicher.
4. Unsicher ist, ob diese „Lösung“ längerfristig zur Vermeidung weiterer Milliardenlöcher bei den gesetzlichen Krankenkassen dient.
5. Der Sozialausgleich wird die Staatskasse zusätzlich belasten. Da kein Geld mehr da ist, werden zwangsläufig die Schulden weiter steigen.

 Der von Michael Fuchs beschworene „Dreiklang“ ist ein „Katzenjammer“. Könnte er hören, was das Volk hört, würde er das Harmonie versprechende Wort „Dreiklang“ im Zusammenhang mit dieser miesen Abzocke von Pharmaindustrie und Krankenkassen niemals verwenden. Und auch Jens Spahn (CDU) hat ganz offensichtlich völlig falsche Vorstellungen von Gerechtigkeit, Verteilung von Lasten und der Leistungsfähigkeit der normalen Bürgerschulter!

 Dem Bürger bleibt wohl nichts weiter zu tun, was er schon in den letzten Jahren gemacht hat:

1. Den Gürtel enger schnallen!
2. Sich warm anziehen!
3. Sich stets daran erinnern, dass wir es trotz der jeweils Regierenden immer irgendwie geschafft haben, zu überleben!

:poorboy:

Rücktritt

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland tritt ein amtierender Bundespräsident von seinem Amt zurück!

Als Begründung erklärte Horst Köhler, dass er den seinem Amt gebührenden Respekt   vermisse, zuletzt im Zusammenhang mit seiner scharf verurteilten Äußerung zum Einsatz in Afghanistan.

Einmal ganz abgesehen davon, dass er in dieser Erklärung gar nicht über Afghanistan gesprochen hatte, waren mit Sicherheit die meisten Deutschen seiner Meinung. Aber der gemeine Bürger hat ja nichts zu sagen. Und jetzt sieht man, was passieren kann, wenn im Umgang miteinander Rücksichtnahme, Respekt, Anstand und die sogenannte „gute“ Erziehung verloren gegangen sind.

Ich bedauere den Rücktritt zutiefst und kann nur zum wiederholten Male sagen „armes Deutschland“!

Bundesverdienstkreuz

Politiker wollen Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab nach dem Sieg beim Eurovision Song Contest in Oslo für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen.

Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, sagte der „Bild“-Zeitung: „Stefan Raab und Lena haben zusammen den Grand Prix gerettet und Deutschland einzigartig präsentiert.“ Er schlage beide deshalb dem Bundespräsidenten Horst Köhler für die Auszeichnung vor.

Das Bundesverdienstkreuz wurde am 7. September 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss per Stiftungserlass gestiftet:

Er wird verliehen für Leistungen, die im Bereich der politischen, der wirtschaftlich-sozialen und der geistigen Arbeit dem Wiederaufbau des Vaterlandes dienten, und soll eine Auszeichnung all derer bedeuten, deren Wirken zum friedlichen Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland beiträgt.“

Es wird nach internationaler Norm in drei Klassen (Verdienstkreuz, Großes Verdienstkreuz, Großkreuz) und in acht Stufen verliehen. Die höchste Stufe, die Sonderstufe des Großkreuzes, ist Staatsoberhäuptern vorbehalten.

Jeder kann die Auszeichnung eines anderen anregen. Dazu wendet er sich an die Staatskanzlei des Landes, in dem der oder die Vorgeschlagene seinen bzw. ihren Wohnsitz hat.

Ich wüsste da auf Anhieb auch ein paar Namen. Eine 19jährige, singende Abiturientin ist nicht dabei. Allerdings…..Franz Beckenbauer hat auch einen!!! :whistler:

  • Ich freue mich über jeden Kommentar!

    Aufgrund der neuen Richtlinien zum Datenschutz (DSGVO) möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, bitte auf Folgendes zu achten:
    Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärt ihr Euch mit der Speicherung und Verarbeitung Eurer Daten durch meine Website einverstanden.