Feeling of security

feeling of security
So geborgen in Papas Armen kann man in aller Ruhe Ausschau halten
nach feinen, handgearbeiteten Spitzenstöffchen. :girlheart:

aaPzM – Buchstabe „X“

Paradalis hat zu einem interessanten Projekt aufgerufen:

”30 Wochen, 30 Buchstaben, 30 Aussagen”
Es ist wieder Zeit für das Wochenthema:

Beas Fotoatelier möchte gern  „Xanthippen im Alltag“ umgesetzt haben.

Als Erstes habe ich mich einmal schlau gemacht, woher die Bedeutung dieses früher durchaus üblichen Schimpfwortes für zänkische Frauen kommt. Heutzutage werden solche „Damen“ ja wohl eher „zickig“ genannt!!! Folgendes habe ich zusammengetragen:

Ist die abendländische Philosophie, die mit dem weisen Sokrates in Athen beginnt, etwa unter dem geschwungenen Nudelholz seines zänkischen Eheweibes Xanthippe entstanden?
„Xanthippe war ein böses Weib, haut Sokrates zum Zeitvertreib…“ (Studentenlied um 1900)

Ist es möglich, dass es hier gar nicht um die wahre Xanthippe geht, sondern um eine konstruierte Kontrastfigur zu Sokrates, damit der über alle Stimmungen erhabene Weise sich dagegen um so besser abhebt? Ein einfacher, aber effektvoller Kunstgriff also, dessen sich die frühchristlichen Autoren dann mit großer Virtuosität bedienten! Und noch heute wird Xanthippe diesen Makel nicht los, sondern muss als Sinnbild der zänkischen Gattin herhalten.

Der Xanthippe-Mythos geht letztlich zurück auf ein einziges Wort, das der athenische Geschichtsschreiber Xenophon um 380 v. Ch. nicht dem Sokrates, sondern einem seiner Diskussionsgegner in den Mund legt: Xanthippe, die Unverträgliche. Für diese Spitznamensgebung bleibt Xenophon allerdings der einzige Zeuge.

Entgegen den Anekdoten war der aus dem Kleinbürgertum stammende Sokrates nämlich eindeutig unter ihrem Stand. Xanthippe in der Bedeutung „blondes Pferd“ (durchaus mit erotischer Anspielung) war schließlich ein ausgesprochen aristokratischer Name. Vielleicht entstammte sie sogar der
Athener Adelsschicht und war in den kriegerischen Wirren der Zeit als Waise übriggeblieben.

Keiner von den 900 Athenern, die im Jahre 399 v. Chr. ihren Mitbürger Sokrates wegen „Respektlosigkeit vor den Göttern“ zum Giftbecher erurteilen, wollte wirklich den Tod des 70-Jährige. Daher bereitete Xanthippe seine Flucht mit voller Duldung der Behörden vor. Aber Sokrates weigert sich: Unrecht leiden ist besser als Unrecht tun“. Die letzte Nacht verbringt das Paar gemeinsam in der Gefängniszelle, doch seine letzten Stunden verbringt Sokrates im Kreis seiner Schüler. Die wehklagende Xanthippe hat er vorher nach Hause geschickt und auf ihren naiven Ausruf „Du stirbst unschuldig“ nur mit einer Pointe zu antworten gewusst: „Wäre es dir lieber, ich stürbe schuldig?“

(Quelle: Michael Weithmann: Xanthippe und Sokrates. Eros, Ehe, Sex und gender im antiken Athen.
Deutscher Taschenbuch Verlag dtv.2003. 240 S. Abb. 11 €.)

Zur „Belohnung“ nach soviel Info jetzt aber meine Bilder zum Projekt:

Auch „Xanthippen“ fangen früh an, ihre speziellen Fähigkeiten im Alltag zu trainieren:


So fängt es an….


…und jetzt mit vollem Körpereinsatz! :bluemad:

  • Ich freue mich über jeden Kommentar!

    Aufgrund der neuen Richtlinien zum Datenschutz (DSGVO) möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, bitte auf Folgendes zu achten:
    Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärt ihr Euch mit der Speicherung und Verarbeitung Eurer Daten durch meine Website einverstanden.