Gross und stark…

…sollte sie wachsen und gedeihen, die EUROPA – Eiche:

 

Die Krise

Ganz offensichtlich kommen wir nicht mehr zur Ruhe. Ohne Krise geht gar nichts mehr und mit Krise dauert alles entweder sehr lange oder wird aufgeschoben bis „nach der Krise“.   Eigentlich sofort notwendige Entscheidungen können – so predigt allen voran unsere Kanzlerin –  erst getroffen werden, wenn die Krise vorbei ist und wir die Chance, die angeblich jeder Krise innewohnt, ausgewertet, analysiert und sorgfältigst (über viele Monate hinweg) geprüft wurde.

Das gegenwärtige Verhalten der deutschen Bundesregierung birgt die Gefahr, den Abstand zwischen Deutschland und dem Rest Europas so groß werden zu lassen, dass der Zusammenhalt der Europäischen Union zu bröckeln beginnt. Unsere Politiker vermitteln den Eindruck, dass Deutschland in Europa zwar sehr gerne eine Führungsrolle übernimmt, dann aber in schwierigen Situationen der damit verbundenen Verantwortung nicht gerecht wird.

Es allen Recht machen zu wollen, abwarten und zuschauen, was die anderen machen, notwendige Entscheidungen immer wieder „auf die lange Bank“  schieben mit dem Resultat, dass durch die Realität vorher geplante Aktivitäten  längst überholt  und undurchführbar sind, nenne ich keine „Politik der ruhigen Hand“ sondern sträflichen Mißbrauch am Vertrauen des Volkes durch die demokratisch gewählten „Volksvertreter“.

Live dabei!

„Seine Eminenz“ (ich wusste nicht, dass Minister den Anspruch haben, so angesprochen zu werden :mrgreen: ) Jean-Claude Juncker, Premier- und Finanzminister von Luxemburg sprach gestern abend in der Pauluskirche in Bad Kreuznach über Europa, Deutschland und Frankreich. Aufgrund der Ankündigung in der Presse im Februar dieses Jahres hatte ich mir sofort die (kostenlosen) Eintrittskarten gesichert und den Auftritt dieses sehr charmanten Staatsmannes zusammen mit den Honoratioren der Stadt und vielen anderen interessierten Bürgern live miterlebt.

Glaubwürdigkeit, Humor, Bescheidenheit, Menschlichkeit und Scharfsinn sind Eigenschaften, die man hier in einem Mann vereint sieht, der es versteht, auch das manchmal etwas schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen in freundlichem Licht aufzuzeigen.

Er machte Mut für die Zukunft und gleichzeitig deutlich, dass ihm Europa wirklich am Herzen liegt. In seiner immer wieder mit humorigen Liebenswürdigkeiten gespickten Rede vergaß er nicht aufzuzeigen, was wir Europa zu verdanken haben und  wie viel noch getan werden muss, zum Wohle der in Europa  vereinten Nationen.  

Mit einer  für einen erfahrenen Politiker erfreulich klaren Sprache  vermittelte er, ohne jemals belehrend zu wirken, dass jede Medaille zwei Seiten hat und man nur mit sehr viel Geduld und stetigem Fleiss die gesteckten Ziele erreichen kann.

Ein außergewöhnlicher Abend, der gezeigt hat, dass es auch in der heutigen talkshowlastigen Zeit noch Menschen gibt, die wirklich etwas zu sagen haben!

  • Ich freue mich über jeden Kommentar!

    Aufgrund der neuen Richtlinien zum Datenschutz (DSGVO) möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, bitte auf Folgendes zu achten:
    Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärt ihr Euch mit der Speicherung und Verarbeitung Eurer Daten durch meine Website einverstanden.