Hier wohnt der Froschkönig

Vor kurzem habe ich einen kleinen Ausflug an die Mosel unternommen.
Ich wollte einmal die Reichsburg Cochem besichtigen,
bei deren Wiederaufbau im 19. Jahrhundert ein Berliner Geheimer Kommerzienrat
eindrucksvoll mit seinem Geldbeutel preußische Mittelalter-Phantasien ausgelebt hat.

Die gesamte Burganlage ist wirklich sehr sehenswert,
auch wenn ich auf die Tour im Inneren verzichtet habe.

Es gab  auch außerhalb genügend zu sehen und zu bestaunen,
zum Beispiel hätte man sich eine Münze prägen lassen können.
Ich habe nur das Bildchen „mitgenommen“!

Vor der Burgmauer thront auf einem Sockel ein Froschkönig mit schwerer Krone.
Sinnierend scheint er auf die Mosel und den Stadtteil Cond zu blicken.
Cond ist der älteste der vier Stadtteile der Kreisstadt Cochem.

Er scheint schwer enttäuscht, dass keine der zahlreichen Niederländerinnen,
von Romantik beseelt auf die Brüstung gestiegen ist,
um ihn als Prinz ins Leben zu küssen.

Entzaubernd wirkt da jedoch die realistische Erklärung:
Das Standbild sei nicht „Kermit“, sondern ein Ritter mit Stechhelm.
Ein schwerer Turnierhelm des 15. und frühen 16. Jahrhunderts,
der auch „Krötenkopfhelm“ genannt wurde.

Weithin sichtbar strahlt am Turm der Reichsburg Cochem bei jedem Sonnenaufgang
ein mehr als zehn Quadratmeter großes Bild des Heiligen Christophorus übers Moseltal.

Das Mosaik mit goldfarbenem Hintergrund aus dem Jahr 1870
zeigt den großgewachsenen Märtyrer des 3. Jahrhunderts,wie er das Jesuskind über einen Fluss trägt.
Bereits im Mittelalter war der Glaube verbreitet:
„Wer am Morgen den Heiligen Christophorus sieht, soll beschützt sein bis zum Abend“.

Einerseits wuchtig, massiv, richtig trutzig zeigt sich diese Burg,
aber andererseits – aus einer Perspektive unterhalb – 
wirkt sie geradezu zierlich und dekorativ gestaltet.

Diese Kombination ist wirklich spannend und interessant
und macht die Burganlage zu etwas ganz Besonderem.
Ich hoffe, diese kleine Besichtigungstour hat euch auch gefallen.
 

Fassaden-Bilder 2017 – Februar

Die Burg Reichenstein, auch Falkenburg genannt, ist eine Burg im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Sie steht auf einem Bergvorsprung und bietet einen wunderbaren Blick auf den Rhein.
Im Burginneren wurde offenbar eifrigst Turm an Turm gebaut
und die Fassaden sehen ungeheuer mächtig und im wahrsten Sinne des Wortes „trutzig“ aus!

Die urkundliche Ersterwähnung der Höhenburg stammt aus dem Jahr 1213.
Seit dem 16. Jahrhundert war die Burg dem Verfall überlassen.
In der Folge wurde auch diese Burg – wie alle anderen auch – immer wieder zerstört
und danach restauriert bzw. wieder aufgebaut.

Ihr heutiges Aussehen erhielt die Burg durch Baron Nikolaus von Kirsch-Puricelli,
einem reichen Industriellen und Besitzer der Rheinböllerhütte. 
Der ließ von 1899 bis 1902 eine neugotische Wohnburg im englischen Stil bauen.
Weitere Wohnbauten und ein Aussichtsturm wurden auf dem Gelände der Vorburg errichtet.
Reichenstein war die letzte Burg im Oberen Mittelrheintal,
die im Zeichen der Rhein-Romantik wieder aufgebaut wurde.

In der Burg sind die Wohnräume noch erhalten wie vor über hundert Jahren.
In der Burgkapelle und den alten Räumlichkeiten können auch heute noch Trauungen stattfinden.

Ist das nicht eine wunderschöne, historische Fassade?
Der Blumenschmuck unterstreicht die Romantik noch
und ergibt ein wunderbar harmonisches Gesamtbild.


Heutzutage beherbergt die Anlage ein Burgmuseum
sowie ein Restaurant und seit Ende des Jahres 2015 auch ein Hotel für die „Herrschaften“ von heute!

Ich würde mich freuen, wenn euch dieser Rundumblick
über alte Fassaden und antike Gemäuer ein wenig erfreut,
aber vor allem nicht gelangweilt hat. 

Fassaden-Bilderneues Projekt von Olaf 

Das Regel 1×1 lädt uns alle zum Mitmachen ein:

  • Jeder, der eine eigene Webseite betreibt, einen Blog, oder  500px-Account betreibt darf an dem Projekt teilnehmen und ist herzlich eingeladen.
  • Das Projekt startet an jedem 1. des Monats.
  • Euren Link sendet ihr mir im Kommentarfeld des jeweiligen Monats.
  • Es können Einzelfotos, kleine Fotoserien oder Collagen sein, die selbst fotografiert und gestaltet  auf eurer Seite zu finden sind. Ich verlinke auf der Monats-Seite zu euren Arbeiten.
  • Die Fotos sollten in einigen Worten oder Sätzen kommentiert sein, damit der Betrachter weiß, um was es sich handelt.
  • Zu diesem Projekt gibt es kein Thema und keine Einschränkungen was die Fotos betrift.(z.B. Monochrom, Color, etc.)
  • Es dürfen keine Urheberrechtsverletzungen begangen werden.

:knips:

Marode Schönheiten – November

Burg Ehrenfels

Die Burg Ehrenfels ist die Ruine einer Hangburg, westlich von Rüdesheim am Rhein,
auf halber Strecke nach Assmannshausen im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen.

Sie steht am nordöstlichen Rheinufer am steilen Hang des Rüdesheimer Berges,
der mehrere der besten Weinlagen Deutschlands umfasst.
Die Burg, die 1866 an Preußen fiel, befindet sich heute im Besitz des Landes Hessen.

Der Burghof ist mit Gittern zugesperrt, so dass ein Innenrundgang leider nicht möglich ist.

Die Sommerpause für dieses feine Projekt ist zu Ende.
Eine gute Gelegenheit für mich, einzusteigen und auch mitzumachen…  :nicegirl:

marode schoenheiten
betreut von Jutta – Kreativ im Rentnerdasein

FensterBlick #28

Kellerfenster
Es gibt nicht nur schöne Fenster!!! :whistle:
Ein solcher An-und Ausblick lässt einen doch sofort an den Graf von Monte Christo denken! Aber zu der Zeit war sogar ein solches Fenster schon ein ganz besonderer Luxus, eine Vergünstigung und der „Bewohner“ war dankbar für das wenige Tageslicht, das den Weg in die kleinen Zellen fand.
Uns allen wünsche ich natürlich heute und in den kommenden Sommertagen
viel schönere Aussichten! :nicegirl:
FensterBlick
“Fensterln” mit oder ohne Durchblick für Vera

Die Stromburg in Stromberg

Mein Gott, wie die Zeit vergeht. Im Oktober vorigen (!!!) Jahres hatte Follygirl von „ihrem“ Stromberg berichtet und ich hatte natürlich sofort gedacht, sie meinte „mein“ Stromberg. Dem war aber nicht so!!! Also bin ich in den letzten schönen Herbsttagen im November nach Stromberg im Hunsrück gefahren und habe ein paar Fotos der Stromburg geschossen:

[portfolio_slideshow]

  • Ich freue mich über jeden Kommentar!

    Aufgrund der neuen Richtlinien zum Datenschutz (DSGVO) möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, bitte auf Folgendes zu achten:
    Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärt ihr Euch mit der Speicherung und Verarbeitung Eurer Daten durch meine Website einverstanden.