Bursitis

Bis gestern abend wusste ich überhaupt nichts von dieser Erkrankung! Natürlich hatte auch ich schon von einer Schleimbeutelentzündung gehört, besonders häufig im Zusammenhang mit Knieverletzungen. Aber nie ist mir eingefallen, dass es auch mich einmal erwischen könnte.

Die Kurzfassung hört sich so an:
Seit ca. 3 Wochen habe ich am Ellenbogen eine schmerzende Stelle, genaues Betrachten hat keine äußerlichen Symptome gezeigt und ich ging davon aus, dass ich mich irgendwo angestoßen habe und es halt nun weh tut, aber eben doch heilt! Gestern abend, bei einem Telefonat mit der Besten aller Töchter  bemerkte  ich plötzlich so ein mulmiges, weiches Gefühl am Ellenbogen, ein Abtasten der betroffenen Stelle machte klar, dass das Gelenk sehr heiß und stark angeschwollen ist. Nach dem Telefonieren bin ich dann zum Spiegel gegangen und habe mir  meinen Arm  angeschaut und festgestellt, dass dort ein sehr unschöner, dicker Beutel hängt!

Sehr kurzfristig habe ich dann auf Drängen der Besten aller Freundinnen eingewilligt, den Notfalldienst im Krankenhaus aufzusuchen. Immerhin sprechen wir hier von Samstag abend, wirklich eine der Zeiten, wo Du medizinische Versorgung hier in unserem Deutschland mit der Lupe :peer: suchen musst!
Im Wartezimmer saßen 8 Personen (es hat sich dann Gottseidank herausgestellt, dass die Hälfte Begleitpersonen waren) und ich wurde als erstes darüber informiert, dass zur Zeit kein Arzt zur Verfügung steht, da er einen Hausbesuch macht. Die Wartezeit haben sich dann alle Anwesenden damit verkürzt, die jeweiligen Beschwerden zu schildern und launige Berichte über das deutsche Gesundheitswesen und die Versorgung und Betreuung in einem Notfall auszutauschen. Auffallend oft wurde darüber berichtet, wie man als hilfesuchender Patient  ganz einfach weitergeschickt wird und dass es am Wichtigsten ist, dass Du Deine Versichertenkarte UND die 10 Euro dabei hast, ohne das läuft gar nichts! 😥

Nach einer guten  3/4 Stunde Wartezeit (die ersten Patienten warteten schon über 1 Stunde!!)erschien dann auch der Arzt wieder und die Abfertigung ging dann doch überraschend flott. Natürlich handelte es sich nicht um einen deutschen Arzt und ich habe mich wieder einmal darüber gewundert, dass es offensichtlich in Deutschland nur noch ganz wenige deutsche Ärzte gibt. Vermutlich sind die alle ausgwandert in Länder, in denen es ihnen besser :mrgreen: geht.
Als ich dann dran war und nach Erledigung der Formalitäten (Versichertenkarte und 10 Euro mit Quittung) stellte er sofort besagte Bursitis fest, punktierte mit einer sehr schmerzhaften Spritze die Schwellung, zeigte mir stolz die Flüssigkeit, die er abgesaugt hatte und verband mir dann den Arm vom Oberarm bis in die Hand hinein. Das bedeutete, er hatte mich richtig lahm gelegt, was auch seine Absicht war, denn der Arm sollte stillgelegt werden. Jetzt muss ich heute noch mal ins Krankenhaus zur sogenannten Wiederversorgung und Kontrolle und dann darf ich wahrscheinlich morgen direkt zum Hausarzt und von dort aus zum Facharzt dackeln. :devil:

Dieses Wochenende hatte ich mir wirklich so nicht vorgestellt! :sick:

Defekte Heizung

Nach einer nicht nur draußen, nein auch in der Wohnung ziemlich kalten Nacht und nachdem die Hände an der heißen Kaffeetasse ein wenig aufgetaut waren zeigte ein Blick aus dem Fenster (das Auto unseres Hauseigentümers stand vor den Garagen), bestätigt durch das Info einer langjährigen Hausbewohnerin, dass sich unser Hausherr höchstpersönlich um die kaputte Heizungsanlage kümmert. Da habe  ich aber mal richtig aufgeatmet, natürlich weil  ich davon überzeugt war, dass jetzt gerade eine fachmännische Reparatur der maroden Heizungsanlage stattfindet. :good:
Weit gefehlt! Nachdem der Hausbesitzer wieder fortgefahren war, habe  ich  mich in den Heizungskeller begeben um die Bemühungen zur Widerherstellung der vollen Heizleistung zu begutachten.

Hier die „Tatort“-Fotos:

Bei dem ersten Bild handelt es sich um die fachmännische Absicherung des auf Wasser ausgesprochen zerstörerisch (es gibt einen Kurzschluss!!!) reagierenden Heizelements und auf Bild 2 sehen wir  keine Wasseruhr  (siehe entzückend eingefangener Wassertropfen), sondern einen bis auf einen kleinen Halbmond unter Wasser stehenden Druckmesser.

So schnell und problemlos wird im 21.Jahrhundert aufkommende Verärgerung verfrorener Mieter im wahrsten Sinne des Wortes abgefangen! :mrgreen:

Wie würde unser aller Kaiser Franz (der Beckenbauer) sagen: „Schaun mer mal“ ob das ein Dauerzustand bleibt (schafft gleichzeitig einen neuen Minijob (Ausleeren der roten Schüssel und Trocknen der blauen Schutzfolie) und hilft also der gesamtdeutschen Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, oder ob womöglich am Montag, also einem ganz normalen Wochen/Arbeitstag ein echter Fachmann mit einer neuen (Problem)lösung aufkreuzt! 😎

Gute Nacht Deutschland….

Dieses alte Lied hätte ich am liebsten angestimmt, als ich von meinem Tagesausflug (siehe extra Artikel) nach Hause kam. Was passiert war? Ganz einfach, pünktlich zum Feiertag ist ganz offensichtlich direkt nach dem Verlassen der Wohnung die Heizung ausgefallen!

So hat mich beim Nachhausekommen nicht wohlige Wärme empfangen, sondern eine gut durchgekühlte Wohnung! :sick:

Jetzt sitze ich, eingepackt in einen flauschig-warmen Pullover und versuche, bei zur Zeit ca. 18 ° Raumtemperatur (Tendenz abnehmend)  nicht an meine persönliche Wohlfühltemperatur von 22 ° aufwärts zu denken!

Und weil ja Feiertag ist, wird sich an der Situation, außer weiter sinkenden Wärme Kältewerten bis morgen nichts ändern. Wie gesagt: Gute Nacht Deutschland, heute wird ganz sicher baldmöglichst unter eine warme Bettdecke geflüchtet!!!

Tag der deutschen Einheit…

…und keiner ist da! Diesen Eindruck konnte man zumindest heute auf der Autobahn gewinnen. Auto an Auto, Stoßstange an Stoßstange, Stau folgte auf Stau (ohne ersichtlichen Grund in einem Stau ca. eine 3/4 Stunde gestanden und dann war NICHTS!  Einfach nur zuviel Verkehr!!!). Wo wollten die Leute nur alle hin. Also wir wollten nach Luxembourg und hatten uns gedacht, naja, Feiertag, da liegen die meisten „auf der faulen Haut“. Nichts da, alles unterwegs!

Alle Deutschen wollten heute offensichtlich nur eines, nämlich „raus aus Deutschland“! :mrgreen:

Heute abend werde ich ganz aufmerksam die Nachrichten anschauen um zu erfahren, wer was  heute in Deutschland  getan hat. Platz hatten diejenigen ja bestimmt mehr als genug! :lachen:

Sperrmüll

Einmal im Jahr ist bei uns Sperrmühlsaison, diesmal  fiel  sie auf das  Sommerende. Dementsprechend hat sich auch der sogenannte „Wohlstandsmüll“ präsentiert:

  • Sommerende:
    = Ende der Reisezeit = Koffer raus!
  • Sommerschlussverkauf:
    = weg mit den dünnen, ausgedienten Matratzen und ausgeleierten Lattenrosten!
  • Herbstanfang:
    = her mit den Biberschonbezügen und den flauschig weichen Wintermatratzen!
  • kein  „goldener“ Oktober in Sicht:  
    = weg mit den Sonnenschirmen und kaputten Kleinkinderfahrrädern!

 

 

 

 

 

Fazit: Jetzt ist wieder gaaaanz viel Platz für neue Anschaffungen, die dann natürlich auch wieder irgendwann einmal beim Sperrmüll landen! :mrgreen:

Neues kaufen, die eigenen 4 Wände umkrempeln, frischen Wind in die „guten“ Stuben: Das ist das richtige Heilmittel gegen Herbst-Depressionen und wehmütiges Sinnieren über die unaufhaltsam kürzer werdenden Tage!!

Wiesbadener Herbstmarkt

Dieser Sonntag, der 28. September,  war wirklich mal ein superschöner, sonnenreicher Herbsttag und den habe ich voll ausgenutzt: In der Tageszeitung hatte ich den Hinweis gelesen, dass an diesem Wochenende in Wiesbaden nicht nur ein Herbstmarkt stattfindet, sondern auch noch verkaufsoffener Sonntag ist. Ein buntes Rahmenprogramm hat dazu animiert, sich einmal in das zu erwartende Gewühl zu stürzen.

Wer früh kommt (vor den Öffnungszeiten der Geschäfte) findet auch direkt in der Innenstadt im Parkhaus einen freien Platz und die noch frische Luft hat die Gerüche der angebotenen Speisen und Getränke noch intensiviert. Überall wurde gegessen, getrunken, an den vielen kleinen Ständen Nützliches gekauft, eine spanische Gesangs-und Tanzgruppe trat auf, Pferdekutschen fuhren durch die Stadt, eine Modenschau wurde auf der Straße präsentiert, Autofirmen stellten ihre neuesten Modelle zur Schau, überall erklang Musik und all das zusammen machte einfach nur gute Laune! 🙂

Auf dem Parkgelände am Theater hatten sich Marktleute aus der näheren Umgebung eingefunden, die ihre einheimischen Spezialitäten zur Verkostung und anschließendem Verkauf anboten und ganze Familien  haben sich direkt auf der Wiese in die Sonne gelegt, die wärmende Herbstsonne genossen und die soeben erstandenen Köstlichkeiten vor Ort verzehrt.

Hier eine kleine Galerie, in der ich versucht habe, etwas von dem Charme und der Vielfalt Wiesbadens und dieses besonderen Tages einzufangen!

Ich liebe Spaghetti

Hier einmal das etwas andere Spaghetti-Rezept (hervorragend geeignet, fallswenn von den heißgeliebten Spaghetti Bolognese mal wieder Spaghetti übrig geblieben sind):

Ca. 150 g Spaghetti (entweder die von gestern, oder extra kochen) in eine gefettete Auflaufform geben.
1 kleine Zucchini (ca. 150 g) oder Paprika (oder was Du eben so hast an Gemüse) in Scheiben schneiden und mit etwas Öl in eine Pfanne geben und ca. 5-10 Minuten vorgaren.
Das Gemüse dann mit ca. 150 g Erbsen (tiefgekühlt) und ca. 50 g Cabanossi (Salami oder Schinken etc. geht auch, oder auch den Rest der Sauce Bolognese) mit den Nudeln vermischen.
4 normale Eier mit 4 Esslöffel Sahne und ca. 50 g geriebenem Käse (Parmesan,Emmentaler,Gouda) verquirlen und gleichmäßig über die Nudeln verteilen.
Im vorgeheizten Backofen (oder in der Pfanne, dann aber mit Deckel und unbedingt einmal wenden) bei ca. 170 ° Grad richtig schön backen (das dauert ca. 15 Minuten), bis sich eine wunderbar duftende gebräunte Kruste gebildet hat.

Diese Portion reicht für 2 Personen, Zeitverbrauch ca. 30 Minuten, Kalorien ca. 400 p.P., und wenn Du jetzt noch ein paar Salatblätter als erfrischende Komponente dazu servierst, ist der Erfolg garantiert! :kiss: