Bravissimo…

….die Tassimo von Bosch! Funktioniert ja laut Werbung kinderleicht, im Vorbeigehen, immer bereit, vollgepackt mit den neuesten Erungenschaften der sensorgesteuerten Technik. Aber – wie immer – steckt der Teufel im Detail.

Diese Maschine zeigt u.a. durch Aufleuchten einer roten Lampe an, dass sie entkalkt werden möchte. Beim Kauf dachte man noch „Oh, wie praktisch, dir wird das Denken abgenommen!“ Aber die Praxis lehrt Dich dann, das Mitdenken nervenschonender ist.

Schon beim ersten Entkalken (extra Entkalkungscodeplättchen im hinteren Teil der Maschine versteckt) musste ich einsehen, dass meine Maschine nicht gewillt ist, so ohne weiteres diesen Ausnahmecode zu lesen und das Verfahren selbständig (wie versprochen) einzuleiten. Erst nach vielen vergeblichen Versuchen funktionierte es plötzlich und ohne dass man irgendetwas anders gemacht hätte, als bei den 100 Versuchen vorher. Aber gut, der Mensch freut sich! :mrgreen:

Diese verspätete Freude durfte ich dann bei jeder Entkalkung genießen und stellte mich also schon im Vorfeld auf die vielen Versuche ein bzw. gehe immer nur völlig entspannt an diese Arbeit. Am Feiertag hatte ich wieder einmal das Vergnügen: Das rote Warnlicht leuchtete, ich fummelte das Entkalkerpad aus der Rückwand und versuchte zu starten. 1mal nichts, 2mal  nichts, 53mal nichts!

 Die Maschine mehrmals auseinandergenommen und gereinigt, abgewischt, Versuche, das Codefeld durch hypnotisches Anstarren, sanftes Streicheln etc. zum Lesen zu bewegen brachte ebenfalls keinen Erfolg.

Maschine an und wieder ausgeschaltet, vielleicht war sie ja auch inzwischen ermüdet von den vielen vergeblichen Versuchen. Dann den restlichen Tag im einstündigen Rhytmus immer wieder mal probiert, die Maschine zum Lesen des Codes zu ermuntern. Nichts, nada, nothing!!!

😡

Na gut, einmal drüber schlafen hilft vielleicht. Am nächsten Morgen dann – nach weiteren vergeblichen Bemühungen – über die Anschaffung einer neuen (weniger sensiblen) Kaffeemaschine nachgedacht und beschlossen, dieser Sensormist wird im hohen Bogen zum Fenster rausgeworfen (keine Angst, ich wohne im Erdgeschoss)!

Bevor ich das Objekt des 2tägigen Ärgers nun für den Müll einpacke, starte ich einen allerallerallerletzten Versuch: Der Code wird gelesen, der Entkalkungsvorgang läuft reibungslos ab, das rote Licht erlischt!

Bravo!! :applaud:

Du musst nur blödgeduldig genug sein, um es lange genug zu versuchen, dann – und nur dann siegt offensichtlich hier der Mensch über die Maschine!

Zum besseren Verständnis hier ein paar Fotos des Sensibelchens (nach dem Sieg!! gemacht):

Hoffnungsvoller Sonntag

Wenn Dein Frühstücksei heute morgen so aus gesehen hat:

eieiei

Dann liegt das sicher an dem „Dezemberwetter“ im Juni! Oder vielleicht auch an der heute stattfinden Europawahl, zu der niemand hingehen will? Vielleicht aber auch an der Krise, die keiner wahrhaben möchte, die Her- und jetzt zumindest in Teilen schon wieder Weggeredet wird?

Sicher ist nur eins: Die Hoffnung stirbt zuletzt! :mrgreen:

Deshalb hoffen wir weiter auf einen wunderschönen, sonnenreichen  Sommer, darauf dass es doch genügend andere gibt, die (die ihnen unbekannten Volksvertreter) wählen gehen und natürlich auch darauf, dass wir einfach zu klein, arm und unbedeutend  sind und uns die  immer neue Opfer suchende  Krise nicht findet!

„Hoffnung am Sonntag“ ist sicher nicht das schlechteste Motto, um auch  die  neue Arbeits- und Lebenswoche in den Griff zu bekommen. Also:

:thumbup:

Unbedingt anschauen!

„Home“ – Dokumentarfilm zeigt die Erde von oben

:news: Welt Online Wissen“ vom 06.06.2009

Der Dokumentarfilm „Home“ http://www.youtube.com/homeprojectDE zeigt uns unglaubliche, grandiose Bilder unseres Planeten aus einer uns unbekannten Perspektive.

Wir gleiten über monumentale, unendliche Landschaften – aber auch über abstoßende Industrielandschaften und klaffende Wunden, die sie der Erde zugefügt haben. Wir sehen bestechende Bilder, die uns alle dasselbe zu sagen scheinen: Seht, wie schön die Erde ist. Aber auch: Seht, wie schön sie noch ist, seht, was wir zerstören. Trotzdem er auf zu vordergründige Kommentare verzichtet, zwingt der Film seinen Betrachter in die Verantwortung.

„Home“ ist der erste Film, der komplett aus der Luft gedreht wurde. In 217 Tagen drehte der Regisseur Aufnahmen aus 54 Ländern, die insgesamt 488 Stunden Material ergaben. Aus ihnen hat er 90 Minuten gewonnen.

Es ist zu spät, um Pessimist zu sein“, so der Kultregisseur und Produzent Luc Besson: „Wir stehen an einer Wegscheide; es müssen jetzt wichtige Entscheidungen getroffen werden, um die Welt zu verändern.“

Der Vorwurf, dass auch sein Film, der komplett aus dem Hubschrauber gedreht wurde, damit am Raubbau der Erde beigetragen hat, entkräftet Produzent Besson mit Nachdruck: „Yann hat mit dem Film weniger Umweltverschmutzung verursacht als ein einzelnes Flugzeug, das leer von Paris nach Los Angeles fliegt, um dort Passagiere aufzunehmen.“

Bing

Soeben habe ich mir die Beta Version der neuen Suchmaschine angesehen. :brille:

Wie gut sie funktioniert und welche Mängel sie aufweist, kann ich natürlich noch nicht sagen. Eines aber möchte ich ausdrücklich festhalten:

Das Startbild gefällt mir ausnehmend gut. Für alle User, die „Suchen“ nervös macht, genau das Richtige!

:applaud:

Nachtaktiv

In Deutschland  ist eine neue Form der Nutzung des 24 Stunden-Tages so populär geworden, dass man inzwischen ernsthafte Zweifel hegt, ob tagsüber überhaupt noch etwas machbar ist!

Die erste „Einkaufsnacht“ wurde noch allgemein bestaunt und verwundert zur Kenntnis genommen. Offensichtlich war das Konzept allerdings so erfolgreich, dass jetzt Nachtaktion auf Nachtaktion folgt:

  • Die „Nacht der Ausbildung“ (Lehrstellenangebote werden vielleicht lieber im Dunkeln vergeben und angenommen!)
  • Die „Museumsnacht“ (Warum träge vor der Glotze hängen und bunte Bildchen betrachten, wenn man doch persönlich vor Ort im trauten Beisammensein mit anderen Schlaflosen den Horizont der Künste erweitern kann?)
  • Die „Nacht der Musicals“ (Warum viel Zeit vergeuden und jedes Musical einzeln anschauen? Das kann man doch auch alles komprimiert in einer Nacht!)  
  • Die „Nacht der Tracht“ hat in diesem Jahr im Münchner Löwenbräukeller stattgefunden. (Wer (Dirndl“ sucht und die „Tracht“ nicht scheut, wurde hier ganz gewiss fündig!)
  • Die „Nacht der Clubs“ (Seit März 1999 gibt es überaus erfolgreich den Kultur-Rausch, die Kieler Kultur-Wochen mit Konzerten, Lesungen, Theater, Kabarett und  insbesondere mit der gemeinsamen „Nacht der Clubs“ als Abschlussveranstaltung.)

Sicher lässst sich diese „Nacht-Liste“ noch beliebig verlängern. Bei 365 Nächten im Jahr sind noch freie Nächte buchbar!

Nicht zu vergessen: Die vielen und langen „Nachtsitzungen“ unserer Politiker, die wohl davon überzeugt sind, dass ihre produktivste Phase zum Wohle der Bürger vorwiegend in den Nachtstunden (also ohne Störungen durch den dann ja hoffentlich schlafenden Bürger) zur Verfügung steht!

Na dann: Gute Nacht Deutschland!

Vorgesorgt!

Dank intensiver Unterstützung von familiärer Seite kann ich dem kommenden Pfingst-Wochenende ganz gelassen und entspannt entgegen sehen:

Ich kann es drehen und wenden, ganz wie ich es möchte: Mit diesem Vorrat meines Lieblingsjoghurts kann es nur ein gutes Wochenende werden!

:thumbup:

 

Unantastbar???

In diesen „Geburtstagstagen“ unserer Bundesrepublik ist sehr viel die Rede von unserem Grundgesetz und dem Segen unserer Demokratie.

Unser Grundgesetz ist gut, präzise, durchdacht ausformuliert und deckt alle Bereiche des alltäglichen Miteinanders sowie unser Demokratieverständnis ab.   Das Wesen unserer Demokratie lässt uns in unserem Land – und seit 60 Jahren ohne Krieg – frei leben, frei reden, frei denken, frei unsere Schritte egal wohin zu lenken.

Gestern habe ich einen Bericht im Südwest Fernsehen über Leiharbeiter in Deutschland gesehen. Dieser Bericht hat mich nicht nur betroffen sondern auch sehr nachdenklich gemacht. Wie wird hier der Artikel1/1 des Grundgesetzes umgesetzt („Die Würde des Menschen ist unantastbar“) ?

Reine Profitgier bringt Menschen dazu, Menschen nur noch als  Leistungserbringer zu sehen. Die erforderliche Gewinnmaximierung ergibt sich aus  maximaler Leistung zu minimalen Kosten.

Bei einer solch reinen Profitorientierung ergibt sich von selbst, dass es (leider) recht aber vor allem sehr billig ist, sich die Ausbildung  der Schulabgänger vom Staat voll subventionieren zu lassen, nach Lehrabschluss die Ausgebildeten sofort zu entlassen und dann als äußerst kostengünstige Leiharbeiter wieder einzusetzen. Die Herren und Damen Politiker brüsten sich vollmundig mit Sätzen wie „Alle  haben ein Recht auf  Lohn und Brot“ und natürlich wird mit den unaufhörlich   (Dank immer neu modellierter Statistiken) sinkenden Arbeitslosenzahlen geprahlt.

Dass sich ein immer größer werdender Teil unserer Gesellschaft von ihrem Lohn nicht mehr das tägliche Brot leisten können wird gerne unter den Teppich gekehrt. Arbeitswillige arbeitende Menschen werden von anderen Menschen zu Bettlern erniedrigt. Die geltenden Gesetze ermöglichen diese unmenschliche Handlungsweise nicht nur, jeder Arbeitgeber, der diese Schlupflöcher nicht ausnutzt wird als blauäugig, naiv bzw. als „Gutmensch“ hingestellt, der mit seiner sozialen Handlungsweise sicher nicht weit kommen wird, bevor er klein beigibt und sich der großen, gierigen Meute anschließt!

In diesem unserem Lande ist die Würde des Menschen ist nicht nur antastbar, sie wird sogar mit beiden Füßen getreten!