Das virtuelle Outfit

Polyvore gilt als eine der besten Social-Shopping-Seiten im Internet – und ist nach eigener Aussage ist auch die größte Community in diesem Bereich. Die Webseite verbindet Elemente von sozialen Netzwerken mit der Möglichkeit, sich kreativ auszutoben. 30  000 Kollektionen erstellen die Mitglieder täglich, sechs Millionen Surfer besuchen die Seite jeden Monat. Außerhalb der USA ist Polyvore bisher wenig bekannt, in den USA aber sehr erfolgreich.  Die Idee von Polyvore ist einfach: Auf der Plattform können die Mitglieder virtuelle Outfits in so genannten Sets zusammenstellen. Welche Schuhe passen zu diesem Kleid, welches Shirt könnte man auch zu dieser Hose tragen? Dazu klickt man die gewünschten Teile an und fügt sie in einem Bild zusammen. Sie können gedreht, gespiegelt, vergrößert oder nach Preis sortiert werden.    

Das Besondere: Die Auswahl ist nicht auf die Seite beschränkt, sondern es lassen sich alle Kleidungsstücke importieren, die es in irgendeinem Online-Shop im Netz gibt. Dabei hilft der „Clipper“ – ein Polyvore-Werkzeug, das beliebige Bilder von anderen Websites integriert.  

Die Kollektionen werden mit Hintergrundbildern, Menschen oder sogar Sounds aufgepeppt – so entstehen keine reinen Modebilder, sondern emotionale Impressionen.  

Die neuen Kombinationen sammelt man im virtuellen Kleiderschrank und zeigt sie anderen Nutzerinnen. Diese können die Sets kommentieren, empfehlen oder sich mit der Erstellerin virtuell befreunden. Auch bei Facebook oder Twitter kann man die Sets verbreiten – 25 000 Fans hat Polyvore allein bei Facebook.  

Interessant finde ich vor allem die Möglichkeit sich Anregungen und Tipps zu holen, wenn man „außerhalb der Norm“ liegt. Ich z.B. habe einen für Frauen ungewöhnlich großen Kopfumfang und kann deshalb eigentlich nur Männerhüte tragen. Jetzt bin ich bei Polyvore fündig geworden. Ja, es gibt auch andere Frauen mit denselben Sorgen. Hier wird einem wirklich geholfen und das finde ich zusätzlich zu der spielerisch-kreativen Idee dieses ungewöhnlichen Shops sehr reizvoll.

basicFashion Trends & Styles - Polyvore

basic von gabidepp, Donna Karan tops enthaltend

Flagge zeigen…

….ist nicht umsonst!

Einmal abgesehen vom Anschaffungspreis für ein halbwegs haltbares Auto-WM-Fähnchen  ist es gut zu  wissen, dass ein Auto mit ins Fenster geklemmten Fähnchen rund  einen halben  Liter mehr Sprit  auf 100 Kilometer  verbraucht!

Soll nachher keiner sagen können, er habe das nicht gewusst! :winke:

Informationsdefizit

Der deutsche Bürger leidet ganz erheblich unter einem Informationsdefizit seitens der KrankenGesundheitskassen. Hier ein paar Beispiele:

  • Sämtliche Aktionen zur Rettung und/oder Soforthilfe – z.B. Krankenwagen, Rettungshubschrauber etc.- werden dem Verursacher in Rechnung gestellt. Ich habe nie eine Info darüber erhalten, dass ich jetzt den Krankentransport zumindest anteilig mitbezahlen muss.  
  • Wie mickrig der Leistungsanspruch bei Sehhilfen und  Zahnersatz ist, erfährt man erst, wenn man die Rechnung bzw. den Kostenvoranschlag eingereicht hat, und dann auch nur unter Vorbehalt. Auch hier erfährt man von Änderungen (grundsätzlich zu Lasten des Patienten) erst bei Inanspruchnahme (bzw. beim Versuch der Inanspruchnahme)  der Leistung.
  • Hilfsmittel wie Verbandsmaterial oder Gehhilfen werden gar nicht mehr bezahlt. Da solche Dinge meistens nach Unfällen erforderlich sind vermute ich, hier wird die Eigenleistung als eine Art Bußgeld gesehen, weil man zur falschen Zeit am falschen Ort sich falsch bewegt oder auch nicht bewegt hat.  
  • Gestern abend lief in SWR 3 ein Beitrag über die Möglichkeiten, Gehörlosen durch ein sogenanntes Cochlea Implantat wieder eine bessere Lebensqualität zu verschaffen. Der anwesende Professor erklärte, dass für rd. 1 Million ertaubten oder taub geborenen Menschen von der Krankenkasse lediglich 250 Operationen pro Jahr bezahlt werden. Entweder man bezahlt die rd. 20.000 Euro aus eigener Tasche oder man wird auf eine nicht endenwollende Warteliste gesetzt. Ein  weiteres Paradebeispiel für unsere (angeblich nicht vorhandene) 2-Klassen-Gesellschaft.
  • Bisher gab es für Blinde ein sogenanntes Blindengeld in Höhe von maximal 400 Euro. Hier wurde jetzt sofort der Rotstift angesetzt und dieser Zuschuss radikal um die Hälfte auf rd. 200 Euro gekürzt. Bist du alleine auf der Welt, hast du Pech gehabt. Ansonsten sollen sich deine Angehörigen gefälligst um dich kümmern.  
  • Kosten für einen Blindenhund werden „in der Regel“ von den Kassen bezahlt. „In der Regel“ bedeutet, dass sich die meisten Kassen auf den Standpunkt stellen, dass auch eine Schulung mit Blindenstock ausreichen würde und daher nicht bezahlen. Ein Hund verursacht normalerweise laufende Kosten, ein Stock ist eine einmalige Anschaffung!
  • Künstliche Befruchtung: Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten in voller Höhe, andere wiederum nur bis 50%, der Rest ist Eigenanteil. Meistens werden maximal 3 Versuche übernommen, das variiert bei den einzelnen Kassen. Wir haben zwar nicht genügend Kinder, aber wenn die Menschen Kinder wollen, dann sollen sie gefälligst dafür auch selbst bezahlen. Sozusagen als Einstieg in die „Kostenfalle Kinder“!

Diese Liste ist natürlich bei weitem nicht vollzählig. Um aber Gallenschäden zu vermeiden, ist jetzt eine kleine Pause nötig. Tief ein- und ganz langsam wieder ausatmen, denn es werden sicherlich im Laufe der nächsten Wochen und Monate eine Vielzahl von Streichungen und Kürzungen auf uns zukommen. Alle unter dem Deckmantel der „Eigenverantwortung“!