KBKM # 4

von ELKE (Mainzauber)

An vielen Stränden sieht man immer wieder Künstler, die herrliche Schöpfungen aus Sand bauen. Vergänglich zwar, aber sehr oft wirklich schön gearbeitet und vor allem mit dem leibhaftigen Künstler direkt vor Ort.

So ist es auch hier! Man kann sogar dem Künstler bei der Arbeit zusehen. Es handelt sich ganz offensichtlich um eine Reihe von Türmen in jeweils eigenwilliger Schieflage, zum Teil leider schon Umweltzerstörern zum Opfer gefallen, aber in ihrer baulichen Substanz noch zu erkennen.

Die ungebrochene, fröhliche Schaffenskraft läßt hoffen, dass wir von diesem jungen Künstler in der Zukunft noch viele wunderbare Arbeiten sehen werden. :lovehearts:

12 Monate – 1 Stadt / Januar

Dieses neue Fotoprojekt für das Jahr 2012 habe ich bei Andy gefunden.  Auch wenn ich nicht in einer großen Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten wohne, möchte ich gerne mitmachen und habe mich entschlossen, die alte Kur-und Badestadt Bad Kreuznach zu zeigen.
Das Januar – Thema lautet : RATHAUS
Die keltische Siedlung, die im 5. Jahrhundert v. Chr. am Naheufer gegründet wurde, nannte sich Cruciniacum. Die Stadt teilt sich in einen neuen und einen alten Stadtkern, verbunden durch eine alte, kleine Brücke über die Nahe.

Kurios ist, dass der heute als Neustadt bezeichnete Stadtteil eigentlich ursprünglich der alte Ortskern war. 1945 wurden allerdings wegen der Bahnhofsnähe die meisten alten Gebäude zerstört und der Neuaufbau prägte das Stadtbild. Die alte Altstadt (erstmals erwähnt im Jahre 1100) wurde kaum zerstört, so dass man dort auch heute noch sehr viele Fachwerkhäuser und alte Bausubstanz findet. Inzwischen hat der Sprachgebrauch sich allerdings den Gegebenheiten angepasst und das äußerlich älter wirkende  Gebiet nennt sich Altstadt, der neu erbaute Stadtkern ist die Neustadt.

Das Rathaus, oder auch Stadthaus genannt, steht an einer sehr belebten Kreuzung, voll mit Ampeln und Hinweisschildern. Mir gefällt es ohne besser und deshalb zeigt das Foto nicht das gesamte Haus.

Die Bad Kreuznacher haben kein „schiefes“ Rathaus, es befindet sich aber in einer kleinen, steil ansteigenden Seitenstrasse und so wirken alle Bilder leicht schief.

Der Eingangsbereich sieht natürlich im Frühling, Sommer und Herbst viel freundlicher aus. Im Winter zeigen eben auch in Bad Kreuznach die Bäume ihr frostiges, kahles Geäst.

Das Stadtwappen erinnert mit dem blau-gelben Balkenmuster an die Vordere Grafschaft der Grafen von Sponheim. Sie waren bis 1437 die Eigentümer der Stadt und machten  „Cruzenach“ zu ihrer Hauptstadt. Die Kreuze erinnern an die irrige mittelalterliche Ableitung des Stadtnamens. Man las in Cruzenach crux = Kreuz daher später Kreuznach. „Cruciniacum“ geht aber auf die Römerzeit zurück. Der Name bezieht sich wohl auf den keltischen Häuptling, der die Stadt einst regierte. Die Übersetzung lautet „Ort des Crucinius“.

Diese schönen, alten Laternen zeigen den Bürgern „wo’s langgeht!“

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