Erwartet…

….und dennoch überrascht:
Auch wenn man weiß, dass das Leben nicht unendlich ist fühlt man sich betroffen und mental überrumpelt, wenn man vom Tod eines Menschen erfährt. Das Leben geht unerbittlich weiter und ich denke gerade das ist es, was einen kurz innehalten läßt und nachdenklich stimmt. Es wird einem klar, dass das genau so ist, wenn man selber einmal nicht mehr lebt und sensibilisiert einen für  das Wunder  des Lebens.

Wie ich auf diese tiefsinnigen Gedanken an einem ersten frühlingshaften Sonntag komme? Weil der Vater der „Besten aller Freundinnen“ kurz vor Vollendung des 95. Lebensjahres entschlafen ist.

Die Formulierung trifft es absolut, denn er ist tatsächlich einfach nur eingeschlafen! In diesem hohen Alter gehen einem die Worte „es war an der Zeit“ oder „es war so besser für ihn“ etc. leicht von den Lippen, mindern aber die persönliche Betroffenheit nicht wirklich.

Das Einzige, was einen mit Sicherheit vor weiteren tiefschürfenden Gedankensprüngen über Leben und Tod bewahrt, ist der nun folgende amtliche Papier-und Formularaufwand bis der Mensch auch behördlicherseits nicht mehr existiert.

Übrig bleibt allein das Gedenken!

Ideen“Krise“

Die allseits beherrschende „Krise“ treibt zur Zeit immer seltsamere Blüten. Da hat doch unsere Bildungsministerin eine (geistige)Krise gehabt und eine Idee ausgebrütet: Ingenieure unterrichten stundenweise Mathematik an unseren Schulen, da wir eine „Lehrerkrise“ haben.

Diese Idee hat bei mir eine weitere „Ideenkrise“ ausgelöst:
Wie wäre es zum Beispiel mit unseren Förstern? Die unterrichten schon in Kindergärten etc., warum also nicht auch 1 – 2 Stunden pro Woche Biologie? Hier könnte ein geschmeidiger Umweg direkt hinführen zu weiteren naturwissenschaftlichen Fächern, in denen  man sich mit Waldsterben, Abrodung, Luftverschmutzung und der Nutzung neuer, physikalischer  Erkenntnisse im Verkehr beschäftigen könnte.
Bei der gemeinsamen Schulspeisung in der Ganztagsschule wäre eine kleine Unterrichtseinheit des Chefkochs über Nutzen und Schaden täglich verwendeter Chemikalien in der Lebensmittelindustrie denkbar.
Abgerundet wird dies alles durch den 1-2 Stunden  Latein (hier wäre natürlich eine Verknüpfung mit dem Religionsunterrichte sinnvoll)  durch Priester, Nonnen,  Pfarrer oder Diakone.

Hier tut sich wahrlich ein ganzes Feld an Ideen auf, z.B.  Künstler erteilen Kunstunterricht als Entschädigung für die Veröffentlichung eigener Werke, Musiker  und/oder Komponisten (hier fällt mir spontan Udo Lindenberg ein, auch Herbert Grönemeyer wäre ideal) erteilen künftig Musikunterricht und dürfen bei diesem Unterricht eigene Kompositionen verwenden und so direkt vor Ort die Kommerztauglichkeit testen, international tätige Journalisten würzen den zu erteilenden Geografieunterricht mit eigenen Erlebnissen   und … und …. und ….

Diese „Ideenkrise“ hat gerade erst angefangen! Ein Ende ist noch nicht in Sicht!!!

:candle:

Auszeit

Ich musste eine Auszeit nehmen, denn die sogenannte 5.Jahreszeit stellt für mich jedes Jahr neue Herausforderungen an meine Nachsicht und Toleranz!

Natürlich gönne ich all den „Narren“, die ein ganzes Jahr auf diese Saison hingearbeitet und geprobt haben, ihre Auftritte in den Medien.

Aber von morgens
im Radio mit „Humba-Humba-Tätere“ zum Gedenken an den 100.Geburtstag von Ernst Neger,  im Fernsehen  mit „Heile-Heile-Gänschen“ selbstverständlich vorgetragen von der immerjungen, nimmermüden Fastnachtsikone Margit Sponheimer, in den Zeitungen mit detaillierter Berichterstattung vom größten Zig-Kilometerlangen Zug bis zum kleinsten 2-Mann-Umzug im Lande,
bis  abends
zu den unzähligen Life-Übertragungen der diversen Fastnachtssitzungen mit den ewig gleichen Uraltwitzen (ich glaube inzwischen, dass das Klatschen und unbändige Gelächter nur den jeweiligen Wiedererkennungswert darstellt!)
bin ich inzwischen so genervt, dass ich laut rufen möchte: „Ich bin kein Fastnachter, holt mich hier raus!“

Aber ich muss (und ich werde, wie jedes Jahr) durchhalten und niemand wird meine Erleicherung merken, wenn ich in das altbekannte „Klagelied“ ganz besonders dankbar  einstimme: „Am Aschermittwoch ist alles vorüber…“!

In diesem Sinne ein dreifach donnerndes Helau, Alaaf, Ale Hop und Servus allerseits!

:happy:

Lustlos

Eine total lustlose Woche liegt hinter mir, eine Woche ohne den Hauch eines „carpe diem“ Tages. Leide ich vielleicht an einer „Wintermüdigkeit“? Ödet mich vielleicht die alljährliche Erweckung uralter Witze zur nichtendenwollenden Fastnachts(zwangs)fröhlichkeit an? Deprimiert mich eventuell die allabendliche Wettervorhersage mit neuen Schnee-oder Regenschauern und den zu erwartenden Nachtfrösten mit Warnungen vor Stürmen aus Nord-Ost, Glatteis oder überfrierender Nässe?

Ich denke mal es liegt an dem völligen Mangel von vorwegnehmender Erwartung, Vorfreude und/oder heiterer Gelassenheit. Das beste Rezept zur Behebung dieses persönlichen Notstandes wäre  eine gezielte Reiseplanung in ein sonnenreiches und warmes Land!

Aber selbst dazu kann ich mich momentan nicht aufraffen!

lustlos

Renovieren ohne Ende

Du bist ein friedliebender Mitbürger! Deshalb hast Du Dich auch nie beschwert, wenn in der Nachbarwohnung mindestens 3x in der Woche eine Riesenfete stattgefunden hat und Du erst nach 3.00 Uhr morgens endlich in Ruhe schlafen konntest! Du hast Dich gefreut als man Dir mitgeteilt hat, dass diese lärmigen Nachbarn ausziehen werden. Du hast gehofft, endlich werden ebenso ruhige Mieter wie Du einziehen und Deine kleine Welt ist wieder in Ordnung!

:angel:

Weit gefehlt!!! Ganz offensichtlich fand sich kein Nachmieter, der in eine total abgewohnte Wohnung einziehen wollte!

:devil:

Dein Vermieter ist also aktiv geworden und hat die Handwerker bestellt. Seit Anfang Januar wird nun in der Nachbarwohnung abgerissen, gehämmert, gebohrt, geschraubt, gestrichen, verputzt, Parkett aufgefrischt, Bäder neu gefliest, immer wieder einmal das Wasser abgestellt, Türen samt Zargen herausgerissen, Wasser- und Stromleitungen neu gelegt, neue Badewanne montiert, alte Fenster herausgerissen, neue Fenster eingesetzt, frei schwebende Toiletten aufgehängt!

Toll!!! :wow:

Was mich das angeht? Naja, tagaus, tagein wate ich durch Baudreck, halb taub durch den ständigen Lärm der diversen Bohr-,Schleif-und anderer Maschinen und die  Fahrzeuge der Lieferanten blockieren die Ein-und Ausfahrt  zu den  Garagen. Ich sitze also in der Wohnung mit dem alten Parkett, den alten Fliesen, alten Türen, alten Heizungen, alten Toiletten, alten Fenstern, alten Leitungen und bekomme so ganz allmählich den Eindruck, diese Total-Renovierung wird NIE fertig!!

😥

Sprachkosmetik

Schon bemerkt??? :ask:

Die „Abwrackprämie“ heißt nicht mehr so!!! (Da hat man ja sowieso einen Knoten in die Zunge bekommen.) :blushing:

 

Sie heißt jetzt „Staatliche Umweltprämie“!!! :lachen:

Das hört sich doch nun wirklich besser an,oder?!

:thumbup:

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