Montagszahl

Immer wieder beliebt als Seitenfüller, wenn das aktuelle Geschehen nicht viel her gibt: Statistiken, Diagramme, Vergleichszahlen.

Der Stern schenkt uns zum heutigen Wochenbeginn eine schöne Vergleichszahl:

Der Durchschnittspreis der verkauften Autos in Deutschland ist von € 8.420 im Jahr1980 auf geschätzte   24.900 im laufenden Jahr gestiegen, hat sich also in 30 Jahren fast verdreifacht!!!  Dies ermittelte Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer. Dudenhöffers Berechnungen beruhen auf den Listenpreisen der neu zugelassenen Modelle. Rabatte sind nicht berücksichtigt, ebenso wenig Zusatzausstattungen.

Über den Sinn einer solch verallgemeinernden Aussage läßt es sich trefflich streiten:

1) Es gab 1980 noch gar keinen Euro! Wie groß war der Zuwachs bei der Euro-Umstellung?

2) Wie war die Einkommenssituation 1980 im Vergleich zu heute?

3) Schon damals wurden kaum Autos ohne Zusatzausstattung gekauft. Wer schafft sich schon ein (deutsches) nacktes Auto an?

4) Wie sieht der Preissprung im Ausland aus?

5) Haben sich deutsche Autos auch im Ausland preislich verdreifacht?

Lassen wir uns durch solche Zahlenspielereien nicht für dumm verkaufen! Wir sehen, was Autos – mit zumeist deutlich besserer Ausstattung – im Ausland kosten. Wir wissen was wir heute, im Vergleich zu 1980 verdienen. Vermutlich in den meisten Fällen sicher nicht das Dreifache! Und wir wissen vor allem, dass in Deutschland Autofahrer zu den begehrtesten Melkkühen der Nation gehören: Alle schimpfen auf sie aber keiner möchte die munter sprundelnde Einnahmequelle versiegen sehen!

Gehen wir also beruhigt in die neue Woche, freuen wir uns über den Frühling, die Sonne, das Gezwitscher der Vögel und legen wir derart ärgerliche Bekanntmachungen ganz einfach und gelassen beiseite. :blinker:

Stativ

Den nachfolgenden Artikel habe ich als Gastbeitrag bei dem versierten Fotograf  Olaf Bathke eingereicht:

Nachdem ich   vor gut 2 Jahren – ein absolut griffbereit weggelegtes = sprich „nie wieder auffindbares“ – ein kleines Stativ „Traveller Compact Mini Tripod“ gekauft hatte, bin ich erst jetzt – ich habe es ganz zufällig wieder gefunden – dazu gekommen, dieses Stativ auszuprobieren. :mrgreen:

Aufgrund vieler Filme und Berichte bin ich davon ausgegangen, man nimmt das Stativ, schraubt die Kamera fest, verlängert die (ausziehbaren) Beine und knipst dann drauf los. Weit gefehlt!!!!

Erster Versuch: Die ersten 3 Schritte haben hervorragend geklappt, dann rutschte ein Stativbein wieder zurück, die Kamera neigte sich gefährlich und nur beherzt zupackend konnte ich ein Missgeschick (Kamera knallt auf Marmortisch „Aua“) verhüten. Zweiter Versuch: Beine fest arretiert, Kamera auf das Objekt (Narzissen in Vase) ausgerichtet = viel zu hoch! Dritter Versuch: Objekt höher gestellt = zu hoch. Die weiteren Versuche möchte ich dem Leser ersparen. Das Ende vom Lied war, dass ich, Kamera mit hängendem Stativ in der Hand, fotografierte. Und das wäre sicher ohne Stativ besser gegangen, denn es störte dann bei der Handhabung. :bluemad:

Das letzte Foto, welches ich dann auch verwenden konnte, habe ich in folgender Position geschossen: Blumen auf dem Boden arrangiert, auf den Bauch gelegt, Arme abgestützt, Luft angehalten und……voila, schon hatte ich ein gutes Bild! :thumbup:

Jetzt frage ich mich natürlich, was ich falsch gemacht habe?
Was die versierten Fotografen anders und besser machen?
Muss ich erst noch üben, üben, üben????

Ich bin gespannt, ob es da wirklich brauchbare Tipps vom Fachmann gibt oder ob eben diese Leute vom Fach derartige Schwierigkeiten als „Fuppes“ vom Tisch fegen!?

(Jäger und)Sammler

Wir sind nun mal „Jäger und Sammler“! Wir machen Beute und wir sammeln für unser Leben gern. Genau so wie die von uns immer wieder belächelten, putzigen kleinen Eichhörnchen. :mrgreen:

Gerne wird geschmunzelt über die Tatsache, dass diese süßen Nager ganz einfach vergessen, wo sie etwas gesammelt haben. Das ist bei uns menschlichen Sammlern natürlich ganz anders. Wir kaufen Regale, Vitrinen, füllen Garagen, Keller, Dachböden. Zimmerecken werden vollgestopft mit den Errungenschaften unserer Sammelleidenschaft!

Der ordentliche Homo Sapiens räumt natürlich – mindestens im Frühjahr und Herbst – das alles immer wieder auf, ist überrascht, was sich so alles angesammelt hat (nicht dass er es vergessen hätte) und versucht sicher ab und an sich vorzustellen, er würde sich von all den wunderschönen Dingen  trennen. Eigentlich unvorstellbar! Das funktioniert doch meistens noch, da hängen Erinnerungen dran, noch schlimmer: Es könnte ja etwas wert sein. :grinsgruen:

Mich beschäftigt schon eine ganze Weile die Frage, was ich mit all den wunderbaren, alten Fotoapparaten machen soll. Im Laufe der Jahre haben sich da einige Exemplare angesammelt. Alle noch funktionstüchtig, in entsprechenden Taschen verstaut. Zu ihrer Zeit waren sie das Neueste auf dem Markt! Und jetzt? Mindestens zweimal im Jahr werden neue, bessere Kameras vorgestellt. Da möchte man doch zu gerne zugreifen! Aber wohin mit der guten, treuen Alten?

Ich bin bereit für eine neue Kamera, wenn ich nur wüßte was tun, mit der zur Zeit meistgenutzten? Brav zu den anderen legen? Irgendwie losschlagen über Ebay?  Auf dem Flohmarkt einen Stand aufbauen und hoffen, dass das verkäuferische Talent ausreicht?  Oder vielleicht doch eine Vitrine? Hinter Glas sieht das doch alles irgendwie gleich viel edler und wertvoller aus! :whistler:    

Warum um Gottes Willen heben wir nur immer alles auf? Das alte „Sammlergen“ ist nicht mehr passend für unsere schnelllebige  Zeit! :angel:

Volksabstimmung

Volksabstimmung in Deutschland? Ja oder Nein oder Ja schon, aber…..???

Zur Zeit mehren sich im Internet in diversen Blogs und Online-Zeitungen  die Nachfragen, ob die Zeit nicht langsam reif sei (sprich, ob inzwischen genug Zeit vergangen ist) und man dem Deutschen Volk, so wie z.B. den Schweizern das Recht auf Abstimmung durch das Volk und für das Volk erteilen könnte.

Das Vertrauen in die Einhaltung demokratischer Richtlinien der deutschen Politiker ist so weit gesunken wie nie zuvor. Die Tatsache, dass die meisten, von unseren Herren Volksvertretern verabschiedeten Gesetze nachher vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt werden, weil verfassungswidrig, und/oder neu ausgestaltet, umgeformt oder nur in stark veränderter Form zugelassen werden, stärkt den Bürger nur in seinem Mißtrauen.

Ganz sicher ist die Demokratie  als Staatsform  die Beste. Fragt sich nur,    wie weit der reine Begriff gedehnt und ausgelegt werden darf, ohne dem Wort den ursprünglichen Sinn zu rauben. Sicher ist nur eines: Unter Demokratie versteht man nicht, es allen Recht zu machen und alle unter „einem Hut“ zu vereinen.

Ich denke hierbei an die Worte unserer Bundeskanzlerin, die  ganz offiziell betont  hat, sie wolle die Kanzlerin aller Deutschen sein. Heißt das jetzt parteiübergreifend? Gewissermaßen eine Hauptdomaine „CDU“? Alle anderen Parteien werden als Unterdomains geführt, können zwar frei belegt werden, sind aber in ihrer Existenz von der Hauptdomain abhängig.

Würde eine solche Wunschregierung bei einer Volksabstimmung die Mehrheit erhalten? Ich hoffe sehr, meine Zweifel sind berechtigt!

Flash Forward

Gestern abend war der Serienstart in Pro 7 mit dem Pilotfilm von „Flash Forward“. Da ich immer neugierig bin, wenn neue Serien starten, habe ich mich pünktlich um 20.15 Uhr hingesetzt und geschaut.

  • Erster Eindruck:
    Thema (obwohl nicht unbedingt neu, da sogenannte Medien schon  oft vermarktet worden sind) interessant konstruiert.
    Mir persönlich unbekannte Schauspieler, neue Gesichter finde ich gut!
    Die Charaktere werden sensibel und genau porträtiert.
    Die verschiedenen Reaktionen, wie Menschen mit  einem Phänomen bzw. mit „Übersinnlichem“  umgehen, sind gut herausgearbeitet und nachvollziehbar.
  • Nicht so toll finde ich, dass als Einziger der Hauptdarsteller das Negative aus seiner „Vorschau“ verschweigt. Ganz allgemein hoffe ich, dass seine Darstellung noch an Tiefe gewinnt.
  • Erstes Fazit: :thumbup:
    Gute Story, „neue“ Helden, überwiegend geistreiche Dialoge.

Ich werde mir vorerst mal ein paar Folgen anschauen. Wenn diese halten, was der Pilotfilm versprach, bleibe ich treu!!

Xynthia!!

Wie kann man ein Tief nur „Xynthia“ nennen? Das klingt schon bissig, zornig, wütend. Wen wundert es da, wenn sich ein Tief dieses Namens zu einem wirklich bösartigen Sturmtief mauserte und nicht nur Sachschäden  verursachte sondern sogar Menschenleben forderte.

Natürlich fiel wieder einmal die Bahn aus, Flieger blieben wartend am Boden und herabfallende Äste blockierten nicht nur normale Straßen, auch die Autobahnen wurden gesperrt, um Schlimmeres zu vermeiden. :tears:    

Der Sturm war zwar vorausgesagt worden, aber wirklich ernsthaft ist (zumindest in Rheinland-Pfalz) nicht gewarnt worden. Um ca. 12.30 Uhr war es noch total windstill bei uns. Um 12.45 Uhr tobten die Böen über das Land. Ich habe vor dem Fenster Außenrolladen, die ich – weil die Sonne direkt auf meinen Monitor scheint – meistens auf „halbmast“ stehen habe. Plötzlich hör ich ein kreischendes Geräusch: Der Rolladen hatte sich aus der Führung gerissen und blähte sich jetzt wie ein Segel im Wind. :help:

Bei weit geöffneten Fenstern, sturmumtost, hielt ich den Rolladen fest und die Versuche, mit kräftigen Hammerschlägen das Teil wieder zurückzuholen, hatten Gottseidank Erfolg. Zwar ist eine Schiene gebrochen, aber für den Moment geht es so lala.

Als nächstes machte es „Patsch“ und der Strom fiel aus! In den nächsten gut 3 Stunden hatte man ausreichend Gelegenheit Überlegungen anzustellen, wie abhängig wir vom Strom sind, weil eigentlich gar nichts mehr funktioniert: Kein Licht, kein Telefon, kein Computer, kein Fernseher, keine Musikanlage, keine Kaffeemaschine, kein Wecker, keine Heizung! 😥

Nach diesen drei endlosen Stunden war der Strom plötzlich wieder da. Dankbar stürzte ich zur Kaffeemaschine, um mir erst einmal einen schönen, heißen Kaffee zuzubereiten.

Eigentlich sollte dies ein (wegen des angesagten Sturms) gemütlicher Sonntag Nachmittag, daheim vor dem Computer werden. So kann es einem gehen, wenn ein Sturmtief Xynthia heißt!

Das Fernsehen informierte dann ausführlich über die entstandenen Schäden, so dass man letztendlich sehr dankbar war, dass einem selbst nichts Schlimmes passiert ist! :mrgreen:

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