Punkt.Punkt.Punkt. #42/2017

„Zeitzeugen“ sollen uns Wissenswertes aus der Vergangenheit berichten
und unsere Kenntnisse über das frühere Leben vertiefen. 

Es gibt viele berühmte und aussagekräftige Zeitzeugen. Ich habe allerdings etwas gefunden,
das uns auch heute noch wenig berichtet über die Zeit, in der es entstanden ist,
aus welchem Grund, welche Idee zugrunde lag, warum sie geschaffen wurden.

Die Figuren in Bad Dürkheim, aufgestellt an verschiedenen Plätzen, gehören gewiss dazu.
Sie entstanden vermutlich zu Beginn des 20.Jahrhunderts, der oder die Künstler sind unbekannt
und es ist sicher, dass die verschiedenen Gruppen nicht für die jetzigen Standplätze vorgesehen waren.

Die Figuren sind jeweils aus Sandstein gearbeitet und es gibt einzelne Skulpturen,
so wie die obige, die  – wie ich finde –  eine gewisse Ähnlichkeit mit Putten aufweist.

Außergewöhnliche Merkmale sind allerdings bei allen Figuren die Beine,
die von den Oberschenkeln an als Fischschwänze ausgebildet sind.
Hier sitzt sie auf einem Fabelwesen (Drache??? Schildkröte???) und hält stolz ein üppig gefülltes Füllhorn in die Höhe.

Zeit und Wetter haben unübersehbare Spuren hinterlassen.
Daher sind einige Details gar nicht mehr genau zu erkennen und können nur interpretiert werden.
Stumme „Zeitzeugen“ , die ihr Geheimnis wohl für immer bewahren werden.

Punkt-Punkt-Punkt

Punktgenaues Projekt von Sunny 
Thema: „ Zeitzeugen “

Gesetz der Serie – 06

Paleica hat ab 01. Januar 2011 ein neues, ganz besonders feines Projekt gestartet:
Einmal im Monat werden zu einem vorgegebenen Thema drei Bilder eingestellt, die inhaltlich, gestalterisch und thematisch zusammengehören.

Für den Monat Juni lautet das Thema:
„Zeitzeugen (Erinnerung is nur a Reifenspur im Sand)“

Diesmal habe ich mich für etwas Privateres entschieden. Anlässlich der Hochzeit meiner Tochter waren wir gemeinsam im Brautmodenladen und sie hat sich „ihr Hochzeitskleid“ ausgesucht. Natürlich soll so etwas perfekt sitzen und deswegen mussten wir mehrmals zur Anprobe. Bei einer dieser Anproben habe ich dann einige Fotos von ihr und vom gesamten Ambiente und den vielen feinen Kreationen gemacht.  Auch heute noch verweile ich gerne „im Sandkasten der Erinnerungen und freue mich an den in Bildern festgehaltenen Reifenspuren“  und erinnere mich, wie glücklich „mein Kind“ damals gewesen ist.

Auf dem ersten Bild werden noch von kundiger Hand kleine Änderungen zwecks optimaler Passform vorgenommen. In der Mitte sieht man Details der zauberhaften Stickerei auf dem Brautkleid meiner Tochter. Das letzte Foto zeigt ein ganz besonderes Hochzeitskleid, das schon Fix und Fertig an der Schneiderpuppe auf die stolze Besitzerin wartet. Hochzeitskleider sind doch  „Zeitzeugen“ der ganz besonderen Art, oder. :lovehearts: