„T“in die neue Woche 76/2017

Das ist das „Reginbald-Portal“ zur Afra-Kapelle, eines der 6 Portale des Dom zu Speyer.
Das Portal zur Afra-Kapelle ist dem Seligen Reginbald geweiht.

Mich hat vor allem das bunte Mauerwerk fasziniert. 
Die verschachtelte Bauweise hat einen ganz scharfen Schatten gezeichnet.

Das Portal ist reich verziert und mich hat interessiert,
was da für die Nachwelt aufgeschrieben wurde:

Angeblich zeigt der rechte Flügel eine Szene aus dem Leben Reginbalds in St. Gallen: St. Reginbald mit dem Bären.
Ich habe mehrfach und ganz genau hingeschaut, aber keinen Bären erkannt. 

Reginbald war Abt zu St. Ulrich und Afra in Augsburg und zugleich von Lorsch und Heiligenberg bei Heidelberg.
1033 berief ihn Konrad II. auf den Bischofsstuhl von Speyer.
Er war der erste maßgebliche Baumeister des frühsalischen Doms und wurde Jahrhunderte lang
auch durch Wallfahrten an sein Grab im Dom als Seliger verehrt.

Auf der Außenseite ist eine lateinische Inschrift angebracht,
die in verschieden großen Buchstaben auf Reginbald, den ersten Baumeister des Doms hinweist:

Augusta Spiras abbatem Vindelicorum
Sanctae Afrae misit, sumeret ut regimen:
Reginbaldus alta primordia crescere vidit
Huius delubri.
– Pax sacra sit cineri!

Augsburg schickte den Abt von Sankt Afra nach Speyer, damit er das Bistum regiere: Reginbald war es, er sah diesen Dom in seinen Anfängen emporwachsen.

– Seine Asche ruhe in heiligem Frieden!

Diese Inschrift ist auch heute noch gut zu erkennen:
Kurz und knapp, alles Wissenswerte zusammengefasst und mit einem frommen Wunsch endend,
das gefällt mir sehr gut.

Nova wünscht sich Türen, Tore,
Himmelstore, Eingänge, Höhlen und…und…und…

Macht hoch die Tür #1

Ein wunderbares, neues Projekt von Kalle, für alle, die – wie ich – Türen, Eingänge, Portale lieben. Alles Wissenswerte bitte bei Kalle nachlesen!

Ich habe mir als erste Tür eine in Tunesien ausgesucht. Auf Lanzarote sind die Türen meist blau oder grün und nicht wirklich sehr „bewundernswert“, eher praktisch! :dither:

In der arabischen Welt dagegen findet man wirklich wunderbare, farbenprächtige, reich verzierte Hauseingänge. Wie man sieht, wurde – entweder weil die Menschen früher kleiner waren, oder aber um nicht allzuviel Hitze hereinzulassen, –  die eigentliche Tür sehr klein gehalten. Dafür wurde um die Tür herum noch einmal eine Tür und dann noch ein Rahmen und zum Abschluss manchmal noch ein zweiter oder auch dritter Rahmen gefertigt, der die kleine, echte Tür dann sehr hochherrschaftlich und beeindruckend aussehen liess.


von Kalle