12 magische Mottos – Mai

Auf den Straßen unserer Städte gehen, laufen, rennen, schlendern, flanieren von früh bis spät die Menschen.
Sie sehen und werden gesehen und manchmal machen sie auch einfach nur etwas Platz:

Dieser jungen Künstlerin macht es nichts aus, wenn ihr Werk keine Jahrhunderte überdauert.
Die Straße ist ihre Leinwand und sie malt völlig in ihre Arbeit versunken.
Für diese wörtlich genommene „Streetart“ wirft manch Vorbeieilender gerne eine Münze ins Schälchen.

Prozessionen sind altes Brauchtum und man lief auf den Straßen der Stadt oder auch über Feld und Flur.
Die einen stehen wartend am Straßenrand,
die anderen gestalten den Umzug in traditioneller Garderobe aktiv mit.
So wie hier bei der Karfreitags-Prozession auf den Straßen in Las Palmas (Gran Canaria).

 Aber auch an ganz normalen Tagen werden unsere Straßen unentwegt mit Füßen
und mit dem unterschiedlichsten Schuhwerk getreten und betreten.

Dann gibt es natürlich noch die großen und kleinen „Wasserstraßen“.
An schönen Wochenenden herrscht auf dem Rhein ein sehr reger Verkehr
und die Kapitäne sollten die Wasserstraßen-Verkehrsregeln gut kennen,
damit alle störungsfrei aneinander vorbei schwimmen können.


…im Mai möchte Paleica „Auf der Straße“ sehen.

12 magisches Mottos – April

Starke Kontraste lassen Zartes noch Zarter und Hartes noch Härter,
Helles noch Heller und Dunkles noch Dunkler erscheinen.
So wie hier bei dieser sich sanft bauschenden Feder auf einer schwarzen Marmorplatte.

Ein Foto aus dem Palazzo Vecchio in Florenz.
Der kürzlich restaurierte Saal ist Michelangelo und den florentinischen Künstlern gewidmet.
Er zeigt Werke vom Ende des 15. bis  Anfang des 16. Jahrhunderts.
Die Wände sind in einem intensiven Rot gestrichen, Purpur um genau zu sein,
was die Aufmerksamkeit bereits vom Flur auf sich zieht.
Saal 35 ist zweifellos DER schönste in den ganzen Uffizien

Alle, wirklich alle drehen dieser lasziv dahin schmelzenden Göttin den Rücken zu.
Sie bestaunen voller Ehrfurcht das einzige Gemälde auf einer Tafel von Michelangelo.

Ich gestehe gerne, mich hat dieser künstlerische Widerspruch fasziniert.
Obwohl ich sicher zur Minderheit gehörte, weil ich eben nicht das berühmte Gemälde fotografiert habe.

Hier, auf dem Mittelalter-Marktfest in Bad Münster am Stein-Ebernburg
hat mich natürlich der Größenunterschied zwischen dem „Stelzenmann“ und dem „Normalo“ begeistert. 
Er schaut gelassen auf das bunte Treiben zu seinen Füßen
und die restlichen Menschen machen seinen langen „Beinen“
respektvoll Platz. Schließlich will keiner,
dass er sich verheddert und der ganzen, stattlichen Länge nach hin fällt.

Als Freizeit-Strickliesel begeistern mich immer die herrlichen Farbkontraste
der flauschig-feinen Wollknäuel.

Über diesen Kontrast musste ich sofort schmunzeln:
Hier trifft Historie auf Moderne!
Entdeckt habe ich die altmodisch-modische Dame ebenfalls auf dem
Mittelalterlichen Markt auf der Ebernburg.

Unsere Welt wird beherrscht von Kontrasten. Ob es die Jahreszeiten sind,
die Technik oder das gute alte Handwerk, das ja heute wieder gepflegt wird,
ob es unsere Stimmungen sind, die geschwinde von „Himmelhochjauchzend“
bis zu sofortigem „zuTode betrübt“ wechseln können 
oder ob wir die berühmten „Tränen lachen“.
Kontraste bereichern unsere Gefühlswelt!
Kontraste gehören einfach zu unserem Leben!


…im April möchte Paleica „Kontraste“ sehen.

12 magische Mottos – März

Bewegung hält uns gesund und tut unserem Körper gut.
Auch der Geist wird erfrischt und wir fühlen uns wohl.
Das gilt auch, wenn wir mal nur zuschauen,
wie zum Beispiel der nimmer endenden Wellen- und Sog-Bewegung,
den Radrennfahrern, die ihr Bestes geben um möglichst einen Pokal mit nach Hause zu nehmen
oder aber den Folklore-Tanzgruppen, die zu dem noch unser Ohr mit fröhlichen Melodien erfreuen.
Hunde und Frauchen sowie Herrchen eilen im Gleichschritt und bewegen sich munter
die Uferpromenade entlang, vielleicht lockt ja am Ende noch ein leckerer Cappuccino …

Fest steht, wenn am Ende eine Belohnung winkt, geben Mensch und Tier bewegungstechnisch ihr Bestes:

Geradezu akrobatische, fliegerische Kunststücke vollführen die Seemöwen,
wenn aus dem am Ufer liegenden Restaurant der Koch die Reste der Frisch-Fisch-Zubereitung verteilt!

Rücksichtslos wird um jeden Brocken gekämpft, geschrieen, und vor allem mit
kräftigen und mächtigen Flügelschlägen der Mitessen verjagt 
und erst, wenn auch das letzte Bröckchen vertilgt worden ist, kehrt wieder Ruhe ein!

…im März möchte Paleica „Bewegung“ sehen.

12 magische Mottos – Februar

So viele verschiedene Fassaden – und so viele Fenster – habe ich nur in San Francisco gesehen.
Eine bunt durcheinander gewürfelte Architektur, bei deren Anblick uns einfach die Worte fehlen.

Nicht umsonst ist der „Alamo Square“ in San Francisco so bekannt.
Hier wurde eine ganze Straße mit identischen Häusern und identischen Fassaden bebaut.
Die malerischen viktorianischen Reihenhäuser sind in farbenfrohen Tönen gestrichen,
sehr gut erhalten und einfach eine Augenweide.

Ganz besonders und einheitlich gestaltet sind dagegen die Fassade und die Fenster des Kastell Saalburg.
Sie liegt nordwestlich von Bad Homburg vor der Höhe und ist ein ehemaliges Kastell des römischen Limes.
Die Saalburg ist das einzige römische Kastell,
das einschließlich seiner festen Gebäude vollständig wiederaufgebaut worden ist.
Es ist sowohl ein Freilichtmuseum, als auch ein Museum
für die zahlreichen Ausgrabungsfunde der Kastelle und des Limes im Taunus.

…im Februar möchte Paleica „Fenster & Fassaden“ sehen.

12 magische Mottos – Januar

Wasserpflanzen, unter Wasser lebend, von oben herab ins Wasser hinein fotografiert.
Der Sog des Wasserlaufes verleiht den „normalen“ Pflanzen etwas abstraktes.

Springende, hüpfende Wassertropfen und mit bloßem Auge nicht mehr sichtbare Wellen
habe ich hier direkt über dem Wasser fotografiert. 

Spiegelungen und Reflektionen faszinieren mich schon immer und es reizt mich,
hier etwas zu spielen und auszuprobieren. 

Gegenstandslos bzw. Gegenstandsfrei, so wird abstrakte Kunst definiert.
Ich habe mit Filter und Perspektiven versucht, drei Bilder
von ihrer natürlichen Gegenständlichkeit loszulösen und sie frei neu zu gestalten. 

…im Januar möchte Paleica „Abstraktionen“ sehen.