Das brauche ich nicht wirklich!

„Mehr Weihnachten“, so heißt der neue Prospekt, der mir gestern ins Haus geflattert ist. Ja, die Weihnachtszeit steht jetzt nah, ganz nah vor der Tür. Da gilt es  für alle Händler (gleich ob Versandhaus,Supermarkt oder Einzelhandel) die letzten Kräfte zu mobilisieren, den geneigten Konsumenten mit „mehr“ zu beglücken, damit am Hl.Abend nicht nur die Weihnachtsglöckchen sondern vor allem die Kassen  festlich klingen!

Beim Durchblättern des Weihnachtskataloges habe ich allerdings manches Mal über die angebotenen, unverzichtbaren Dinge für ein frohes Fest laut Lachen müssen. Herausragend fand ich

  1. Kabellose Weihnachtslichter mit Funk-Fernbedienung für bequemes Ein-und Ausschalten (ab € 49,99)
  2. Beleuchtete Rentiere und Schlitten mit Weihnachtsmann in 3D-Optik (ab € 89,95)
  3. Porzellan-Lichterhäuser, Original historischen Gebäuden nachempfunden (ab € 49,99)

Mein persönlicher Hit war allerdings eine

„Dekorative Rentier-Wandleuchte“ aus Kunstharz,Geweihausladung ca.50 cm, durch Schnurschalter praktisch überall montierbar,Steckdose genügt, in den festlichen Farben Weihnachtsrot und Lebkuchenbraun, zum Weihnachts-Schnäppchenpreis von nur € 99,95!!! :mrgreen:

Natürlich  gibt es zu Weihnachten viele schöne und festliche Accessoirs und als bekennender Weihnachtsmarkt-Fan erliege ich immer wieder einmal den glitzernden Versuchungen. Aber die oben aufgelisteten Artikel für „Mehr Weihnachten“, die brauche ich nun wirklich nicht. Natürlich soll das nicht heißen, dass sich nicht jeder, dem diese Dinge Freude machen, sie sich nicht gerne kaufen kann. :angel:

Mich  persönlich beruhigt nur immer wieder die Tatsache, wieviel angeboten wird und wie wenig man wirklich braucht!
:lachen:

Schlagzeilen

„Grabenkämpfe – Rebellen – Abtrünnige – verlorene Schlacht – Abweichler – Bestechung – Gewissenskonflikt“ Das sind momentan die Schlagzeilen, die von der gesamten Medienlandschaft verbreitet werden. Da bekomme ich das Gefühl, hier ist ein Krieg ausgebrochen, eine „Schlacht verloren“ worden. Dabei  ist nur  eine schon seit langem absehbare „Koalitionsregierungsübernahme“, die ja wohl eindeutig auch vom Volk nicht so gewollt war, gescheitert.

Die letzte Bereicherung ist der Judas-Vergleich“ einer SPD-Bundestagsabgeordneten, die sich zu der Feststellung hinreißen ließ, dass vielleicht die Silberlinge gestimmt hätten.

Kann unsere demokratische Politik noch tiefer sinken?

:ask:

Halloween

Am 31.Oktober wird ganz allgemein heute nicht der Reformationstag gefeiert (das ist ein nur den Evangelischen vorbehaltener Tag, kein Feiertag), nein, gefeiert wird „Halloween“. Da kann man feiern, (laut) mehr oder weniger schön singend um die Häuser ziehen, sich sogar verkleiden, wie sonst nur im Fasching bzw. an Fastnacht.

Gestern abend wurde also Halloween gefeiert. Viele, viele Gäste – geladene und ungeladene – kamen, es wurde geplaudert, gelacht, gesungen, offensichtlich auch ziemlich gebechert, bis dann so gegen 2.00 Uhr in der Frühe auch der letzte Gast mit aufheulendem Motor seinen Abschied verkündet hat.

Nein!!!! Nicht bei mir wurde gefeiert. Diese Fete fand in der Nachbarwohnung statt! :devil:

Das war also Halloween, jetzt ist mit diesem Fest wieder für ein ganzes Jahr nächtliche Ruhe und nachbarschaftlicher Frieden eingekehrt. Hoffentlich übernehmen wir nicht noch mehr „fremde“ Feste, sonst sollte ich mir doch mal überlegen dahin zu ziehen, wo die Feste herkommen, denn dort werden ganz sicher keine „deutschen“ Feste gefeiert!

:lachen:

Live dabei!

„Seine Eminenz“ (ich wusste nicht, dass Minister den Anspruch haben, so angesprochen zu werden :mrgreen: ) Jean-Claude Juncker, Premier- und Finanzminister von Luxemburg sprach gestern abend in der Pauluskirche in Bad Kreuznach über Europa, Deutschland und Frankreich. Aufgrund der Ankündigung in der Presse im Februar dieses Jahres hatte ich mir sofort die (kostenlosen) Eintrittskarten gesichert und den Auftritt dieses sehr charmanten Staatsmannes zusammen mit den Honoratioren der Stadt und vielen anderen interessierten Bürgern live miterlebt.

Glaubwürdigkeit, Humor, Bescheidenheit, Menschlichkeit und Scharfsinn sind Eigenschaften, die man hier in einem Mann vereint sieht, der es versteht, auch das manchmal etwas schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen in freundlichem Licht aufzuzeigen.

Er machte Mut für die Zukunft und gleichzeitig deutlich, dass ihm Europa wirklich am Herzen liegt. In seiner immer wieder mit humorigen Liebenswürdigkeiten gespickten Rede vergaß er nicht aufzuzeigen, was wir Europa zu verdanken haben und  wie viel noch getan werden muss, zum Wohle der in Europa  vereinten Nationen.  

Mit einer  für einen erfahrenen Politiker erfreulich klaren Sprache  vermittelte er, ohne jemals belehrend zu wirken, dass jede Medaille zwei Seiten hat und man nur mit sehr viel Geduld und stetigem Fleiss die gesteckten Ziele erreichen kann.

Ein außergewöhnlicher Abend, der gezeigt hat, dass es auch in der heutigen talkshowlastigen Zeit noch Menschen gibt, die wirklich etwas zu sagen haben!

Der gute Rat der Woche!

Tu, was Du kannst,
mit dem was Du hast,
wo immer Du bist.
-Theodore Roosevelt – amerikanischer Präsident
Glaube nicht, Du würdest den „richtigen“ Moment erkennen. Du hast darin keine Übung und weißt auch nicht, wann es sich lohnt, sich anzustrengen. Wer sich erst einmal entschlossen hat, seine Energie aufzugeben, wird niemals handeln, sondern in der Hängematte der Bequemlichkeit vor sich hin altern!