Gut zu wissen

Seit Juli letzten Jahres bekommt der schmerzgeplagte Bundesbürger Paracetamol (über 10 g pro Packungsinhalt) von seinem Apotheker ohne Rezept nur noch in einer 20 Stück Packung. Die öffentliche Begründung war, dass höhere Dosen gesundheitsschädigend seien. Einmal abgesehen davon, dass man ab diesem Zeitpunkt – so man mehr als 20 Tabletten kaufen möchte – eben einfach mehrere Aptheken nacheinander aufsuchen kann,  stellte sich diese Begründung wieder einmal als gern geübte „Volksverdummung“ heraus, denn es ist nur ein Teil der Wahrheit. :unhappy:

Man ist dahinter gekommen, dass Paracetamol ein gern und häufig  eingesetztes Präparat ist, welches zur Streckung von Drogen – und zwar Heroin und Kokain – dient. Illegale Drogen werden in den Konsumenten-Einheiten nur sehr selten in reiner Form angeboten. Zur Erzielung eines höheren Gewinns werden in der Regel Streckmittel zugesetzt. Diese pharmakologisch wirksamen Zusatzstoffe sollen eine bessere Qualität der Droge assoziieren und teils unerwünschten Nebenwirkungen entgegenwirken.

Studien, ob der damit beabsichtigte Erfolg (es den Drogenhändlern schwerer zu machen) auch wirklich erzielt worden ist, liegen noch nicht vor. Im Prinzip ist dieser Vorsatz ja auch lobenswert. Ich verstehe nur nicht, warum man uns Bürgern wieder einmal nur die halbe Wahrheit sagt. :think:

Fadenscheinige Begründungen, wie etwa „der Bürger soll nicht beunruhigt werden“ oder „wir schützen den Bürger vor bösen Worten wie Drogen – Illegal – Drogenstreckmittel“ lasse ich nicht gelten! Ich bin ein mündiger Staatsbürger und möchte so auch von den gewählten Volksvertretern behandelt werden! :grinsgruen:

Linke Presse

Mit großer Mehrheit wählte der Bundesparteitag  der Linken in Rockock  Klaus Ernst und Gesine Lötzsch zu neuen Parteichefs. Klaus Ernst, ehemals gestandenes SPD-Mitglied und Gewerkschaftsfunktionär, brachte in seiner Wahlrede die Berichterstattung der Presse über seine Partei auf eine griffige Formel:

Wenn Gesine Lötzsch und er über den Starnberger See gehen würden, wie einst Jesus übers Wasser wandelte, würde die Presse nicht berichten „Ein Wunder ist geschehen“, sie würden feststellen „Beide können nicht schwimmen“!

Was will er uns damit sagen? :why:

Die Linken sind ganz anders? Die Presse ist gemein? Die Öffentlichkeit hat ein falsches Bild von den Linken? Oder etwa, die Linken können Wunder vollbringen? Die Wunder, die sie dem Wahlvolk immer versprechen? Wunder übrigens, an die sie selbst auch nicht wirklich glauben, denn Regierungsverantwortung meiden sie wie der „Teufel das Weihwasser“.

Was immer er auch damit zum Ausdruck bringen wollte, die kritische Selbsteinschätzung über das öffentliche Bild der Linken hat  Klaus Ernst (im krassen Widerspruch zu seinem Namen)  perfekt humoristisch verpackt.

Haben die Linken jetzt den Witz als Waffe schätzen gelernt? Nehmen sie sich jetzt nicht mehr so ernst (sorry für das kleine Wortspiel, es war einfach zu verlockend)? :mrgreen:

Wortlos…

….stehst Du vor dem Thermometer und staunst über die Temperaturen – heute, am 15. Mai 2010:

Temperatur am 15.05.2010 um 14.00 Uhr

 P.S.: Habe mir heute ein langärmliges (!!!) T-Shirt mit dazu passendem Strickschal gekauft.  T-Shirt herabgesetzt auf 9,00 Euro und Schal für sage und schreibe 1,00 Euro. Denn für den Einzelhandel ist der Winter ja schon lange gelaufen!

:cold:

14. Mai 1910

Der 14. Mai ist der 134. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 135. in Schaltjahren), somit verbleiben noch 231 Tage bis zum Jahresende.

In London wird die Japan-British Exhibition eröffnet. Vom 15. Mai 1910 bis 21.Oktober 1910 dauerte die größte, internationale Ausstellung an der das Kaiserreich Japan bisher teilgenommen hatte. Man verband mit dieser Teilnahme die Hoffnung, das Bild von Japan in Großbritannien und auch das anglo-japanische Bündnis zu erneuern und man versprach sich einen Anstieg des japanischen Handels.

Japanische Gärten wurden auf dem Messegelände neu erbaut. Bäume, Sträucher, Holzhäuser, Brücken und sogar Steine wurden eigens von Japan auf das Messegelände transportiert.

Königin Alexandra wollte die Ausstellung eigentlich schon im März eröffnen. Durch den Tod König Edward VII verzögerte sich die Eröffnung allerdings bis zum 14. Mai 1910.Über 8 Millionen Besucher lockte diese Ausstellung an, die in London bekannt wurde als „die japanische Exhibition“ anstelle der “ Japan-British Exhibition“. Grund war die geringe Beteiligung der Ausstellung von britischer Seite.

Viele japanische Besucher bemängelten, dass durch die Zurschaustellung eines „typischen japanischen Dorfes“, eine Darstellung des Lebens der Bauern im Nordosten Japans erfolgte, der – obwohl nicht weit von der Wahrheit entfernt – einen  Eindruck vermittelte, den Japan in der westlichen Öffentlichkeit vermeiden wollte.  In japanischen Zeitungen dominierte die Aussage, dass diese Ausstellung „ein Versager“ war

Einige japanische Korrespondenten in London erklärte ferner, dass bestimmte exotische und unterhaltsam „Attraktionen“, in Form von Schaubuden  vulgär waren und nur dem Zwecke dienten, Japan in Misskredit bringen.   Darüber hinaus wurde die Ausstellung der Ainu und taiwanesischen Einheimischen zusammen mit ihren einheimischen Wohnungen als umstritten und erniedrigend angesehen.

Folglich wird in der japanischen Geschichte die Erwähnung des Japan-British Exhibition von 1910 oft vernachlässigt.

Der negative Ausblick auf die Ausstellung in japanischen Zeitungen stand im Gegensatz zu fast allen britischen Zeitungen, die eine breite und detaillierte Berichterstattung abgab und viele positive Kritiken, vor allem mit Blick auf die Exponate der bildenden Künste und der Gärten.

Die letzte Stufe der Ausstellung war die Beseitigung der Exponate. Diese fiel in drei Kategorien: Erstens die, die zurück nach Japan geschickt wurden (400 Kartons in drei separaten Sendungen). Zweitens die, die an verschiedene Institutionen (über 200 Kartons zwischen dreißig Empfängern aufgeteilt) gesandt worden sind und Drittens diejenigen, die  in andere Städten Europas geschickt wurden, wo internationale Ausstellungen vorbereitet wurden (in Dresden und Turin , die beide in 1911).

Ich bin jetzt schon gespannt, wie 100 Jahre später die Expo 2010 in Shanghai (China) von den Medien dokumentiert wird und ob sich diesmal die Hoffnungen, die sich die asiatische Welt sicher ebenso wie 1910 macht, erfüllen werden.

13.Mai 2010

Wissenswertes rund um einen Feiertag:

Das Fest Christi Himmelfahrt wird in der Liturgie der katholischen Kirche, der orthodoxen Kirche und der anglikanischen Kirche als Hochfest begangen. In Deutschland ist es seit 1936 auch gesetzlicher Feiertag.

Christi Himmelfahrt ist in Deutschland gesetzlicher Feiertag!

Auch in  der Schweiz, Österreich sowie Schweden, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grönland, Haiti, Indonesien, Island, Kolumbien, Liechtenstein, Luxemburg, Madagaskar, Namibia, Niederlande und Norwegen ist Christie Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag.

In Italien, Polen und Ungarn wurde das Fest als gesetzlicher Feiertag vor einigen Jahren abgeschafft und wird nun am darauffolgenden Sonntag kirchlich gefeiert.

In Italien laufen intensive Bemühungen, Christi Himmelfahrt wieder als gesetzlichen Feiertag einzuführen. Über 12 diesbezügliche Gesetzesentwürfe liegen im römischen Parlament in beiden Kammern dafür auf.

Im weltlichen Bereich entwickelte sich in Deutschland der Feiertag zum Vatertag, auch als Männertag oder Herrentag bezeichnet. An diesem Tag gibt es Bräuche wie die Herrenpartie (eine Kutschfahrt oder Wanderung in die Natur mit Konsum von Alkohol) oder Tagesausflüge mit der ganzen Familie.

Im Jahre 2008 fiel Christi Himmelfahrt mit dem Feiertag „Tag der Arbeit“ (1. Mai) zusammen. Diese Konstellation tritt aber nur sehr selten ein, zuvor zuletzt im Jahr 1913 und nach 2008 erst wieder 2160.

Außerdem wird jährlich zu Christi Himmelfahrt in Aachen der Karlspreis verliehen.

Ziemlich viele Aktionen rund um einen Feiertag, der von den meisten Menschen dazu genutzt wird, einfach mal nach Herzenslust auszuspannen, zu relaxen und – falls möglich – die Arbeitswoche erfreulich zu verkürzen, wenn man den Freitag frei bekommen hat! :great: