Punkt.Punkt.Punkt. # 11

streetartMit dem künstlerischen Begriff „Streetart“ verbindet man ja heutzutage automatisch „Graffiti“.

Aber als Streetart  werden eigentlich verschiedene, nichtkommerzielle Formen von Kunst im öffentlichen Raum bezeichnet.
Unter Streetart versteht man außerdem selbstautorisiert angebrachte Zeichen aller Art im urbanen Raum.
Heutzutage regiert ja unwidersprochen Geld die Welt
und deshalb ist auch Streetart inzwischen sehr eng an die kommerzielle Verwendbarkeit geknüpft.

Aber es gibt auch die Straßenkunst der etwas anderen,  altmodischen Art.
Diese besondere Kunst auf der Straße habe ich in Mailand und (natürlich) Florenz gefunden:

1. In Mailand eine riesengroße Nadel, durch dessen Nadelöhr sich ein kunterbunter Faden schlängelt.
2. Eine junge Künstlerin, die völlig versunken und ohne sich durch den sie umgebenden Verkehr gestört zu fühlen,
versucht, ihr Musterbild ganz fein auf das Florentiner Pflaster zu bringen.
3. Ohne weitere Erklärungen standen in Mailand  mitten im Straßengewühl riesige, bunte Plastiktiere und Smilies überall da,
wo man noch etwas Platz fand für diese Kunstobjekte.
4. Im Innenhof der Uffizien in Florenz saßen die „Straßenmaler“  sogar aufgereiht wie Perlen.
Zeichner, die für viel Geld in Minutenschnelle ein Portrait, zumeist als Karikatur, an Mann, Frau und/oder Kind bringen.

Punkt-Punkt-PunktPunktgenaues Projekt von Sunny, Thema: „Streetart“

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22 Responses to Punkt.Punkt.Punkt. # 11

  1. Moin Moin Moni!
    Auch du zeigst eine tolle Zusammenstellung der Streetart.
    In Montmartre sitzen die Künstler auch Reih an Reih und ich könnte ihnen stundenlang zusehen!

    Liebe Grüße

    Anne

    • Moni says:

      Ich kann mich auch gut daran erinnern, liebe Anne,
      aber wenn es zuviele sind, bekomme ich Beklemmungen. Einzeln Okay, aber in Reihe fühlt man sich schnell mal belästigt. Schließlich möchte nicht jeder sich als Karikatur bewundern und hat vielleicht auch nicht annähernd soviel Geld, wie diese „Künstler“ einem zuschreiben, nur weil man sich eine Parisreise zusammengespart hat. ;-)

  2. Iris says:

    Als ich klein war, habe ich immer am Kurfürstendamm die Pflastermaler bewundert und dort meine erste Begegnung mir Mona Lisa gehabt. Erst viel später lernte ich, dass die nach Paris gehört.
    LG Iris

  3. Fran Hunne says:

    Schöne Straßenkunst – die Straße nicht nur als Ort sondern auch als Medium!
    Bei Straßenmalerei fallen mir die ein, die man aus einer bestimmten Perspektive sehen muss – dann wirken sie plötzlich dreidimensional!

  4. Ludger says:

    Straßenmalerei sehe ich immer wieder gerne. Auf der Domplatte in Köln sind täglich Straßenmaler anzutreffen . Im Gegensatz zu den Häuser Schmierereien, sind das wahre Künstler. L.G.

    • Moni says:

      Lieber Ludger,
      man ist ja inzwischen richtig froh, wenn einen an Wänden etc. etwas Kunst gezeigt wird und nicht nur sinnlose, hässliche Kritzeleien, gell.

  5. Sandra says:

    Hallo Moni,

    tolle Auswahl und die Nadel ist eine sehr schöne Idee. Da muss man ja auch erst einmal drauf kommen. Einen Stuhl neben die Arbeitsplätze von den Straßenmalern und den ganzen Tag zuschauen. Das hat was und ich würde im Augenblick auch sofort aufbrechen ;-) .

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Moni says:

      Liebe Sandra,
      in dem Zusammenhang -rumsitzen und gemütlich zuschauen- fallen mir gerade die Sand-Künstler ein. Ich glaube, da findet jetzt wieder ein Wettbewerb statt. Das sind ja auch wirkliche Künstler und ein kleiner Regenschauer genügt, um diese tollen Kunstwerke zu zerstören. Das scheint den Leuten aber nichts auszumachen. Nicht jede Kunst ist halt für die Ewigkeit gedacht, gell. ;-)

  6. Clara HH says:

    Du hast wirklich exzellente Street-Art-Beispiele gefunden. – Hier malen auch oft mal Künstler diese großen Bilder mit Kreide auf das Pflaster. Wenn dort ein Sammelgefäß für Geld rumsteht, lege ich gern etwas hinein. – Leider sind die Kunstwerke nicht regenfest.

    • Moni says:

      Liebe Clara,
      der jungen Künstlerin habe ich auch etwas gespendet, damit sie noch weiter üben kann!
      Außerdem gebe ich immer Geld, wenn ich solche Fotos mache, also auch diesen Skulpturenfiguren oder auch Musikanten, wenn mir gefällt, was und vor allem wie sie musizieren.

  7. do says:

    Du hast tolle Kunstobjekte gefunden. Ich möchte einmal in natura eines dieser dreidimensionalen Strassenbilder sehen. Die müssen sehr verwirrend wirken.
    Herzlich, do

  8. Dies und Das says:

    Vier ganz tolle Beispiele, wie man die Hektik einer Stadt auflockern kann – sehr schön!!!
    Eine gute neue Woche,
    Luis

  9. tonari says:

    Wow. Tolle Beispiele für Streetart zeigst Du uns.
    Ich bin in allen Städten dieser Welt immer wieder fasziniert, welch phantasievolle Dinge an die Wände, auf die Straßen und Plätze gebracht werden. Schade, dass viele schnell vergänglich sind. Manche gehören glatt in ein Museum.

  10. Teamworkart says:

    Ja, tolle Beispiele sind dir da vor die Linse gekommen! Die Pflastermaler bewundere ich auch, und ich ertappe mich jedes Mal dabei zu denken, dass sie das Bild besser auf eine Leinwand etc. gemalt hätten. Aber grade diese Vergänglichkeit, bzw. der Moment, macht auch den Reiz aus. Über Straßenmusikanten freut man sich oft ja auch und hat nicht den Wunsch sie mit nach Hause zu nehmen… :-)

    LG Sabine

  11. Was für tolle Eindrücke von Streetart du gesammelt hast! Ich mag es auch, diese Momente einzufangen. Einfach mal ganz anders gucken, wahrnehmen …
    Du könntest deine Collage auch noch bei Eclectic Hamilton verlinken, denn das ist auf jeden Fall eine Inspiration!

    Ist echt nicht einfach, Gelb im Haushalt zu finden, wenn es nicht gerade die persönliche Lieblingsfarbe ist. Ei & Nudeln sind nicht wirklich Gelb, stimmt ;-)
    Stimmt, jetzt ist endlich erstmal Ruhe auf dem Kopf, Gott sei Dank!

    Ich schicke dir Sonne und wünsche dir noch einen schönen Sonntag … Frauke

  12. Joana says:

    Ganz wunderbar, liebe Moni! Ausgesprochen gut gefällt mir das Frauenportrait oben rechts, was richtig stilvoll in den Gulli integriert ist – faszinierend!
    Aber auch die anderen Streetartbeispiele die du zeigst gefallen mir gut!

    Begeisterte Sonntagabendgrüße, Joana

  13. Biggy says:

    Es gibt schon schöne Straßenkunst,aber die Pflastermaler
    sind für mich die waren Künstler.Wenn man bedenkt
    was eine Mona Lisa so wert ist und die ist auf einer
    wesentlich kleineren Leinwand gemalt worden.
    Ich finde das Frauenportrait fantastisch.
    LG Biggy

  14. Barbara says:

    Guten Morgen, liebe Moni,

    als ich deine Collage sah, machte es in meinem Kopf „Klick“. Ich hätte ja – ausser Graffiti – einige wunderschöne Beispielen von „Streetart“ aus Italien. Ich habe mich zu fest auf die Wandmalereien fixiert und dabei vergessen, das es auch anderes gibt, so z.B. die Weihnachtsdekoration aus Santargangelo di Romagna, die aus lauter Wegwerfmaterial gemacht wurde.

    http://reisetagebuchzippi.blogspot.it/2015/01/frieden-auf-erden.html

    DANKE, dass du mir mit deinem interessanten und schön bebilderten Beitrag ein „Klick“ verursacht hast. :-)

    Mit lieben Grüssen
    Barbara

  15. Zabor says:

    Diese Schnecke,cool und der Strassenmalerei…echte Künstler. Schön das wir es mit erleben können.

  16. Eine feine Auswahl liebe Moni.
    Die Nadel ist so gross da kan man sie nicht übersehen..
    Sie ist aber interessant..
    Mir gefällt die junge Künstlerin und ihr Werk ganz besonders. Sie ist so versunken in ihre Arbeit und lässt sich auch nicht vom Verkehr stören..
    Ich mag jedes deiner Bilder in ihrer Art dieser Kunst.

    Lieben Gruss, Elke

  17. Julia says:

    Eine schöne Auswahl und beschreibung. Wirklich toll das erste Bild, das gefällt mir am besten.

♥ DANKESCHÖN von Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast, hier vorbeizuschauen, zu lesen und zu kommentieren. Über jedes freundliche und aufmerksame Wort freue ich mich wirklich sehr! Liebe Grüße und bis bald! ♥ THANK YOU so much for stopping by, taking you time to look, to read and to leave a comment. I read and appreciate every single word. Take care and best wishes!