Freitag, der 13.

Freitag der 13.So mancher Aberglaube lässt sich als „selbsterfüllende Prophezeiung“ verstehen. Dieser soziologische Begriff bedeutet: Wenn man fürchtet, dass am Freitag den 13. mehr schief geht als sonst, wird das auch passieren. Das eigene Verhalten führt dazu, dass sich die Erwartungen bestätigen.

Die Angst vor der Zahl 13 ist der vielleicht am weitesten verbreitete Aberglaube. Es gibt sogar einen psychologischen Fachausdruck dafür: „Triskaidekaphobie“ heißt die übersteigerte Furcht vor der 13. So lassen z.B. viele Hotels die Zimmernummer 13, viele Fluggesellschaften die Reihe 13 aus, um Probleme zu vermeiden.

Aber was ist an der 13 so schrecklich?
Eine Erklärung stammt aus der Bibel: Am letzten Abendmahl sollen insgesamt 13 Personen teilgenommen haben. Der 13. war Judas, der Jesus kurz darauf verriet.

Eine ganz andere Deutung reicht bis zu den Anfängen der Menschheit:
Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen waren die menschlichen Urgesellschaften Matriarchate. Das heißt, Frauen hatten entscheidenden Einfluss auf die kulturellen und sozialen Errungenschaften der Vorgeschichte.
Fundstücke aus der Altsteinzeit zeigen, dass die ersten Menschen ihre Zeit nach Mondmonaten einteilten. Eine Mondphase von 28 Tagen entsprach dem weiblichen Menstruationszyklus. Ein Mondjahr hatte 13 Monate (13 x 28 Tage = 364 Tage). Das Wort Menstruation hat übrigens seine Wurzel im lateinischen „mensis“, also „Monat“.  

Als es im Mai 1927 ausgerechnet am Freitag, den 13., zu einem großen Börsencrash kam, machte bald der Ausdruck „schwarzer Freitag“ die Runde.
In diesem Begriffspaar verbinden sich gleich zwei abergläubische Vorstellungen: Der Freitag und die Dunkelheit. Die Farbe der Nacht, schwarz, war in vielen Kulturen ein Symbol der großen Muttergöttin.

black catApropos schwarz – auch schwarze Katzen sollen ja bekanntlich Unglück bringen. Im alten Ägypten betete man dagegen noch eine Katzengöttin namens Bastet an. Und Freyas Wagen wurde von einer Schar von Katzen gezogen …

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3 Responses to Freitag, der 13.

  1. Liebe Moni, Du hast Dich ja sehr ausführlich mit dem 13. befaßt. Für mich ist es eher ein Glückstag. Ich hatte mal einen Chef, der unterschrieb nie an einem Freitag, den 13. :-) Im übrigen habe ich eine schwarze Katzengöttin – direkt aus Egypt – in meinem Bücherregal stehen. :-)

    Ich wünsche Dir einen wunderbaren „Freutag“ :-)

    Liebe Grüsse
    :-)

    • admin says:

      Liebe Ingia, ich habe ueberhaupt kein Problem mit der 13. Deswegen kann ich mich vermutlich auch so intensiv und doch unbeteiligt damit befassen. Ich staune halt immer wieder, wie abergläubig sehr viele Menschen sind. Also auch von mir fuer Dich einen ganz normal-schoenen Freitag :)

  2. Marianne H. says:

    Das ist ein sehr informativer Bericht und ich bin auch nicht abergläubisch, ist unsere Hausnummer doch die 13 und das schon seit Jahren ;-)
    Nichts gravierendes passiert.
    Kommst Du mit der Slide Show klar, sonst kannst gerne anrufen, dann machen wir das ganz fix zusammen, dauert nicht lange.

    GLG Marianne :-)

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