Aschewolken?

Samstag und Sonntag zeigte sich der Himmel von seiner feinsten Seite: Reines, tiefes Himmelsblau, kein Wölkchen über Rheinland-Pfalz!

Heute mittag sah ich zum Himmel und bekam einen richtigen Schreck: Wolken!!!! Mein erster Gedanke war, sind das jetzt die berüchtigten Aschewolken???? Ist die „Gefahr“ jetzt (endlich) sichtbar? Dann aber erinnerte ich mich an die Wettervorhersage, die bereits angekündigt hatte, dass jetzt bald Schluss ist mit dem wolkenlosen Himmel und sich ein Tiefdruckgebiet mit Wolken und Regen heranschiebt.

Das alles nützt den Reisenden, die wie festgenagelt am Boden warten müssen, natürlich wenig. Sie werden weiter vertröstet. Heute abend soll ein Flugzeug in die Luft geschickt werden, mit entsprechenden Geräten (die es lt. einiger Wissenschaftler überhaupt nicht gibt) um ein wenig mehr Daten zur Verfügung zu haben, als eine Computer-Simulation in England.

Auch den Fluggesellschaften bringt das nicht viel. Die sind jetzt vollauf damit beschäftigt, sich die Milliarden an Dollar und/oder Euro hochzurechnen, die sie Verlust machen und darüber nachzudenken, wie sie die Verluste möglichst unsichtbar an die Passagiere weitergeben können.

Unsere Politiker werden auch weiter eine ziemlich schlechte Figur abgeben. Allen voran unser Verkehrsminister von der CSU! Seine Phrasen sind inzwischen so ausgeleiert, dass er sie nicht mehr fehlerfrei ins Mikro nuscheln kann. Irgendjemand muss ihm verboten haben zu sagen, was Sache ist. Dass nämlich die Sicherheit der Passagiere wichtiger als alle Verluste der Fluggesellschaften!

Heute Morgen wurde  Herr Ramsauer im ARD Morgenmagazin gefragt, was er zur Kritik der Fluggesellschaften sagt, dass das Flugverbot über Deutschland nicht nötig sei. Seine Antwort: „Das ist ja nicht nur eine Computersimulation, wir haben selbst klare Nachweise von Vulkanasche über Deutschland nachgewiesen.“

Da  bislang kein Messflugzeug über Deutschland im Einsatz war und ein entsprechender Flug erst heute  abend geplant ist , frage ich mich, wie das Bundesverkehrsministerium übers Wochenende zu diesen Nachweisen gekommen ist? Aber schon an der Formulierung kann man erkennen, dass der Verkehrsminister nichts genaues weiß und nur versucht, seine nachgeordneten Behörden als   in Schutz zu nehmen.

Die einzig richtige Antwort hat Günter Seipp vom Zitate-Portal so formuliert: „Die Entscheidung zunächst nicht zu fliegen, ist in jedem Fall besser, als zu versuchen sich über die Natur zu erheben. Wie so etwas ausgehen kann, haben die Polen gerade schmerzhaft in Katyn erfahren müssen. Ich halte es für sinnvoller einen Termin zu verpassen, als abzustürzen. Sobald die Experten mir sagen, es kann wieder gefahrlos geflogen werden, wird das Verbot sofort aufgehoben.“  

Uns allen bleibt momentan nicht anderes übrig als zu warten und zu hoffen. Wenn die schlimmsten Vorhersagen eintreffen, die von wochen-oder sogar monatelanger Luftverschmutzung reden, dann werden wir nämlich bald alle die Folgen zu spüren bekommen. Sei es, dass es keine frischen Blumen mehr aus Kenia gibt oder keine „Flug“!!!!-Mangos, keine spanischen Erdbeeren, keine Ersatzteile für eine dringende Reparatur, weil die bestellten Teile irgendwo in Europa auf einem Flughafen gelandet sind und sich von dort nicht weg bewegen können.

Die Abhängigkeit vom technisch Möglichen ist sehr groß, einen „Plan B“ gibt es nicht, der vielgepriesenen Globalisierung sind erstmals Grenzen aufgezeigt worden!

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