hire and fire

So kann es einem ergehen, wenn man nur den „american dream“ träumt und die Kehrseite des „American way of life“ nicht beachtet. Jede noch so goldene Medaille hat eben zwei Seiten. Das hat nun auch unsere Kanzlerin erfahren müssen und ist hart auf dem Boden der amerikanischen Tatsachen gelandet. Gestern noch gelobt und beklatscht, heute mit Nachdruck klargestellt, wer der Sagen hat!!!  

Jetzt überbieten sich die Herren Politiker in entrüsteten Aufschreien und anstatt der Realität ins Auge zu blicken und die neu gestellten Weichen anzuerkennen, versuchen sie – wieder einmal – nur dem Volk nach dem Mund zu reden und ihr Mäntelchen in die richtige Richtung wehen zu lassen.

Das sind dieselben Politiker, die es fast ein Jahr lang nicht gewagt haben (T.v.Guttenberg mal ausgenommen, der dafür ja auch mächtig Schelte hat einstecken müssen) die echten Fakten, allen voran die Tatsache, dass bei Opel GM das Sagen hat und sich immer das letzte Wort vorbehalten hat, auf den Tisch zu legen. Sie haben sich lieber unter ihren gut gepolsterten Sesseln verkrochen und sich darauf verlassen, dass „schon alles gut werde“, getreu dem Motto „Die Zeit wird es schon richten“.

Vor allem war ganz besonders wichtig, vor der Wahl die Bürger bei guter Laune zu halten. Wie es nach der Wahl  aussieht, wird uns jeden Morgen im Blätterwald präsentiert und am Abend in Polit-Talkshows um die Ohren gehauen!

Jetzt ist eine Entscheidung gefallen. Mit dieser Entscheidung muss man leben, man muss mit allen Kräften versuchen, das Beste herauszuholen und sowohl den Betriebsräten wie auch allen anderen Beteiligten ein für alle Mal klar machen: Hier geht es um die Erhaltung von Arbeitsplätzen, hier geht es einzig und allein um Jobs und nicht darum, von wem diese Arbeitsplätze kommen!!!  

Inhaltsleere Kämpfe zu führen, bei denen von vorneherein feststeht, wer die schlechteren Karten hat, bringt nichts. Auch bei Magna war beileibe nicht alles Gold und dem „Opelaner“ sollte letzlich egal sein, ob er für GM oder für Magna arbeitet, Hauptsache er hat Arbeit!

Ich vermisse Leute, die – zumindest ein klein wenig – Stolz darauf sind, dass in Amerika das deutsche Know How geschätzt wird und dass man dieses Wissen nicht sang-und klanglos an die Konkurrenz abgibt, ist wohl jedem verständlich.

Der Weg, der dabei beschritten worden ist, ist typisch amerikanisch: Mit einem gelangweilt-lächelnden Pokerface das Ausspielen der letzten – entscheidenden – Karte hinauszögern und dann – wenn der Gegenspieler glaubt, er habe gewonnen – den Trumpf auf den Tisch knallen und das Ruder zu seinen Gunsten herumreißen.

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2 Responses to hire and fire

  1. Thanks for writing this article. Now everything is clear for me.

  2. Diese ständige Debatte um die Bundeswehr. Mal ehrlich, bringt eine 6 monatige Wehrpflicht noch was? Die Bundeswhr ist eine Armee, die im Ernstfall unser Land verteidigen soll. Nach 6 Monaten Ausbildung ist niemand dieser Aufgabe gewachsen. Also warum wird nicht einfach eine Berufsarmee eingerichtet. Und damit die ganzen Sozial-Einrichtungen nich aufschreien, führt man ein sozailes Jahr für alle ein.

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