Traumberuf:Lokomotivführer

Ich denke mal, dieser Traum ist heute ausgeträumt. Die wenigsten wollen noch Lokomotivführer werden, die Entzauberung dieses Berufsbildes liegt schon lange zurück. Gestern abend habe ich mich daran erinnert. Anlass war ein Bericht über die Bedingungen, unter denen heute die Lokführer ihren Dienst machen. Besondern geklagt wurde von den Betroffenen, dass Arbeitszeiten von 14 Stunden (mit einer Regenerationspause von 9 Stunden) Alltag und nicht Ausnahme seien. Die Folge ist, dass viele Lokführer (anonym) berichten, dass der Sekundenschlaf sie immer wieder überwältigt und sie hier ein großes Gefahrenpotential für die Passagiere sehen.

Spontan habe ich mich an den noch nicht allzu lange zurückliegenden Streik erinnert, der diesem Berufszweig eine eigene Gewerkschaft mit eigenen Tarifen ermöglicht hat. Jetzt frage ich mich, wieso setzt sich nun diese Gewerkschaft nicht ebenso massiv für die Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder ein?

Ich vermute, dieses Thema ist nicht publikumswirksam genug. Mehr Lohn zu fordern, das zieht immer. Bessere und sicherere Arbeitsbedingungen zusätzlich zur angemessenen Entlohnung  ist offensichtlich nicht möglich in einer Zeit, in der ein Mensch nur noch ein reiner Kostenfaktor ist!

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